Bildung nachhaltige Entwicklung

  • Architektur macht Schule

    Wenn in der Naumburger Altstadt Schülerinnen und Schüler eine Brachfläche und seine Umgebung vermessen, fotografieren, zeichnen und Passanten nach ihren Vorstellungen zur Stadt befragen, dann hat es höchstwahrscheinlich mit dem Projekt „Architektur macht Schule“ des Architektur- und Umweltladens „Warum“ zu tun.

    Die Architektin Bärbel Cronau-Kretzschmar und ihre Kollegen wollen junge Menschen dazu befähigen, sich mit Stadtentwicklung und Architektur im Allgemeinen und mit ihrer Stadt im Besonderen auseinander zu setzen, Baukultur und Baudenkmalpflege zu verstehen und Planungsprozesse zu durchdringen. In der Schule, sind sie überzeugt, wird zu wenig über Architektur und Stadt vermittelt, als dass die Menschen überhaupt mitreden können und es sich auch zutrauen, mitzureden.

  • Ein Haus aus Strohballen

    Strohballenhaus MDin und wieder empfängt Heike Weingärtner Besuchergruppen bei sich zuhause, denn Sie wohnt in einem Musterhaus für ökologisches Bauen im Brennesselgarten in Magdeburg. Das Musterhaus ist ein Projekt, mit dem Sie gemeinsam mit ökologisch orientierten Handwerkern aus Sachsen-Anhalt zeigen will, dass traditionelle Techniken und Materialien nicht nur ökologisch, sondern durchaus auch mit modernen Ansprüchen zu vereinbaren sind.

  • Eine Bergbaufläche weicht der Natur

    Goitzsche-Wildnis

    Einst war die „Goitzsche“ eine Auwald- und Wiesenlandschaft vor den Toren der Industriestadt Bitterfeld, für die Bewohner ein wichtiges Naherholungsgebiet. Der Braunkohlenabbau verwandelte sie in eine „Mondlandschaft“, die zu einer ökologischen Last wurde. Doch mit der Aufgabe des Bergbaus 1991 konnte aus dieser von Menschen gemachten Landschaft ein interessanter, ökologisch wertvoller Raum entstehen.

    Der BUND für Umwelt und Naturschutz e.V. erkannte diese Situation und begann im Jahr 2000 das Projekt „Goitzsche-Wildnis“: Durch den Kauf von mittlerweile 1300 ha Bergbaufläche erhält die Natur Raum, um sich möglichst unbeeinflusst von menschlichen Eingriffen zu entwickeln.

  • Förderverein Energiefabrik Magdeburg

    Der Förderverein Energiefabrik hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bereiche der Nachhaltigkeit im Land Sachsen-Anhalt, insbesondere den Einsatz von erneuerbarer Energien und der umweltschonenden Nutzung und Einsparung von Energie, den Klima –und Umweltschutz, die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Forschung, Erziehung, Bildung zu fördern.

  • Gut Mößlitz

    Neues Leben in alten Mauern

    Beinahe hätte das vernichtende Gutachten zur Bausubstanz das Ende des über dreihundert Jahre alten Rittergutes Mößlitz bedeutet. Nach einer fast durchgängig landwirtschaftlichen Nutzung, seit den 70er Jahren durch die LPG, prägten im Jahr 1995 Leerstand und Verfall das Bild. Die alte, das Ortsbild bestimmende Gutsscheune musste abgerissen werden und das Trinkwasser des Brunnens war ungenießbar geworden. Eine Notversorgung der verbleibenden Bewohner wurde notwendig.

    Der Förderverein Gut Mößlitz e.V. mit über 70 Mitgliedern und seine Partner können stolz sein: Heute wohnen wieder 67 Menschen in Mößlitz, so viele wie in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts – Alteingesessene und junge Familien. Teils sind sie von außerhalb hinzugezogen.

  • Häuser aus Stroh

    "Strohpolis" - Dreigeschosser aus StrohÖkodorf „Sieben Linden“

    Im Ökodorf „Sieben Linden“ wird vorrangig mit Stroh, Lehm und Holz gebaut. Neu Zugezogene wohnen meistens in Bauwagen. Da die Bauwagen als Übergangslösung gedacht und Häuser mit geringerem Energiebedarf das eigentliche Ziel sind, wird eigentlich ständig gebaut. Insgesamt stehen dem Ökodorf 6,5 Hektar Bauland zur Verfügung, auf dem einmal 300 Menschen in ökologischen Häusern wohnen werden – zum Beispiel in Strohballenhäusern. Sie sind günstig, nutzen nachwachsende Rohstoffe aus der Region und ihre Bauweise ist auch von Laien erlernbar.

  • Kinder- und Familienküche

    Gesund und besser leben

    Die Essgewohnheiten in Deutschland sind im Wandel: In vielen Familien wird nicht mehr gemeinsam gegessen, jedes vierte Kind kommt ohne Frühstück zur Schule und statt frisch zubereiteter Mahlzeiten kommen immer häufiger Fertiglebensmittel auf den Tisch. Zufall oder nicht? Parallel zu diesem Trend stieg die Zahl der übergewichtigen Kinder zwischen 3 und 17 Jahren auf 15%. In Barleben soll das anders werden. Über 20 lokale und regionale Partner haben sich zur Lokalen Initiative Barleben „Besser essen. Mehr bewegen.“ (LIBa) zusammengeschlossen.

  • Natur zum Anfassen - Grundschulen besuchen Naturhöfe

    Im Jahr 2010 wurde im Naturhof Zellewitz in Sachsen-Anhalt das Umwelt-Projekt „Natur zum Anfassen“ für Grundschulklassen der Region Bernburg gemeinsam mit dem Förderverein Bildung und Arbeit Bernburg und dem Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt etabliert und durchgeführt. Träger dieses Projektes war und ist MITGAS Mitteldeutsche Gasversorgung GmbH. Das Naturprojekt wurde von den beteiligten Schulklassen mit 300 kleinen Besuchern sehr positiv aufgenommen. Acht  Wochen lang wurde im Naturhof mit viel Freude und Wissensdurst erkundet, geforscht und gewerkelt. Nun möchten wir „Natur zum Anfassen“ dauerhaft fortführen und erweitern.

  • Natur- und Umweltschule Wethau

    Wenn Cornelia Lorenz von dem kleinen Wethau vor den Toren Naumburgs erzählt, merkt man ihr die Begeisterung an. Denn der idyllische Ort bietet alles, was sie sich für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung nur wünschen kann: Wald, reichhaltige Wiesen, Streuobstwiesen und ein Flusslauf sind in unmittelbarer Nähe vorhanden; begrünte Fassaden, Energieerzeugung mittels Wasserkraft und Solaranlagen auf den Dächern zeugen vom Engagement der Einwohner. Im Jahr 2001 ergriff der Naumburger Umweltladen die Gelegenheit und gründete dort in ehrenamtlicher Initiative die spätere Natur- und Umweltschule. Gute Ideen und eine mutige Umsetzung waren und sind gefragt. Cornelia Lorenz und die anderen Vereinsmitglieder sind überzeugt, dass man nur Probleme, die man erkennt, lösen kann. Deswegen berühren ihre Bildungsangebote alle Bereiche nachhaltiger Entwicklung: von der gesunden Ernährung über den Umgang mit natürlichen Ressourcen und nachwachsenden Rohstoffen zur Baubiologie und Kleidung, von den Auswirkungen unserer Lebensweise auf Entwicklungsländer bis hin zur „kleinen Wildnis“ vor der Haustür. 

  • Naturerlebnispark Burg

    Der Naturerlebnispark liegt in der Elbtalaue und ist für Kindergruppen und Familien, aber auch für Senioren ein lohnendes Ausflugsziel. Es gibt zum Beispiel Schafe und Ziegen zum Streicheln und ein Igel-Hotel für Tiere, die ohne Hilfe nicht durch den Winter kommen würden. Im Naturerlebnispark erfahren die Gäste alles Wissenswerte über Fledermäuse, Störche, Biber und Amphibien. Außerdem wird gezeigt, wie man Vögeln, Fledermäusen und Insekten das passende Häuschen baut. Es gibt drei Seminarräume, in denen Gruppen tagen können und der NABU bietet regelmäßige Exkursionen in die Umgebung an. Richtig viel los ist bei den drei großen Festen im Frühling, Sommer und Herbst.
  • Naturhof Zellewitz

    Der heutige Naturhof in Zellewitz gehörte einst der Großbauernfamilie Weise. Die Familie Weise lebte ab 1686 in sechs Generationen auf dem Hof und hat ihn für den damaligen Entwicklungsstand der Landwirtschaft zu einem effektiven und modernen Großbauernhof gestaltet. Seit 1994 wurden umfangreiche öffentliche Mittel zum Aufbau einer funktionsfähigen Informations-  und Erlebnisstätte bereitgestellt. Der Bernburger Förderverein Bildung und Arbeit e.V. organisiert jährliche Höhepunkte und ganzjährige Projekttage, die von vielen Besuchern aus nah und fern gerne angenommen werden.

    Naturhof Zellewitz
    Dorfstr. 32
    06420 Könnern
    Tel.: 034691 21255
    Fax: 034691 21255
    E-Mail: info(at)naturhof-zellewitz.de

    Zur Webseite

  • Naturschutzzentrum "Im Stadtwald"

    Natur erleben in der Lutherstadt

    Besonders von April bis Oktober nutzen täglich Schulklassen und Kindergartengruppen die Anlage für Projekt- und Wandertage, aber auch für Abschluss- oder Zuckertütenfeste. Senioren- und verschiedene Sportgruppen nutzen den Stadtwald als Ausflugs- und Trainingsgebiet, Familien feiern Kindergeburtstage und Einschulungen hier und täglich können bis zu 200 Wittenberger und ihre Gäste im Objekt und auf dem Lehrpfad begrüßt werden. Zusätzlich nutzen täglich Bürgerinnen und Bürger telefonisch oder persönlich Möglichkeiten der Beratung besonders im Bereich Arten- und Tierschutz.
  • Neue Formen der Landkultur

    Der Verein versteht sich als ‚Unternehmen’ für eine nachhaltige Entwicklung. Sein Ziel: die Förderung und Entwicklung neuer Formen der Landkultur.Dabei geht es den Gründungsinitiatoren Christine Wenzel und Veit Urban nicht darum, alte Formen durch neue zu ersetzen, sondern das Dorf wieder zu beleben. Die alten Muster der Erwerbsarbeit, die auch das kulturelle und soziale, das ökologische und politische Leben bestimmt haben, tragen nicht mehr. Gerade im ländlichen Raum sind schrumpfende Gemeinden oder gar „sterbende Dörfer“ zu beobachten. Diesem Zustand will der Verein entgegenwirken.

  • Öffentlichkeitsarbeit für eine nachhaltige Entwicklung

    Die Stadt Dessau führt seit Jahren regelmäßige Agenda21-Wochen durch. Außerdem beteiligt sie sich u.a. an dem langen Tag der Stadtnatur und organisiert zweimal jährlich einen Bauernmarkt.

    Agenda 21-Woche u.a.

  • Ökodorf "Sieben Linden"

    Ökologisch, sozial und global gerecht

    Wie lebt man ökologisch? Und wie lebt man ökologisch in einer Gemeinschaft? Diese Fragen sind nicht neu, aber angesichts zunehmender menschengemachter Klimaveränderungen und ihrer Folgen höchst aktuell. Im Ökodorf „Sieben Linden“ nahe Poppau versuchen ökologisch engagierte, handwerklich interessierte und politisch aktive Menschen diese Fragen zu beantworten. Die Idee, ein zukunftsfähiges Ökodorf zu entwickeln, hatten einige Aktive schon Ende der 80er Jahre. Sie machten Pläne, sammelten Erfahrungen und suchten einen Ort, um ihre Ideen umzusetzen. Bald darauf gründeten sie in Groß Chüden in der Altmark auf einem ehemaligen Bauernhof ein Projektzentrum. Von hier gingen nicht nur verschiedene Betriebsgründungen aus, von hier aus planten sie auch das Ökodorf. 1996 erhielt die Initiative den TAT-Orte-Preis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt für die Entwicklung und Realisierung einer sozialökologischen Modell-Siedlung im ländlichen Raum. 1997 kaufte die „Siedlungsgenossenschaft Ökodorf eG“ Land in der Gemeinde Bandau in Sachsen-Anhalt und begann auf der Grundlage eines Bebauungsplans mit der Besiedlung. Heute leben im Ökodorf „Sieben Linden“ 30 Kinder und 82 Erwachsene.

  • Ökostation Neugattersleben

    Praktische Umweltbildung im Salzlandkreis: In den letzten Jahren haben sich in Sachsen-Anhalt vielfältige Initiativen zur Umweltbildung herausgebildet. Die Umweltzentren stehen für engagierte Arbeit auf diesem Gebiet. Im Zentrum des Salzlandkreises befindet sich die Ökostation Neugattersleben. Die Einrichtung setzt sich ein für folgende Ziele und kann mit attraktiven ganzjährigen Angeboten für alle Alters- und Interessensgruppen zu diesen Schwerpunkten aufwarten:

    • den direkten persönlichen Umgang mit der Natur sowie für   ihre  verantwortungsvolle Erhaltung und Nutzung,
    • die Aufklärung einer breiten Öffentlichkeit über die Bedeutung des Natur- und Umweltschutzes und
    • die naturverbundene Freizeitgestaltung und außerschulische Umweltbildung von Kindern und Jugendlichen

    Zur Webseite

    Ökostation Neugattersleben
    Förderstedter Straße 4
    06429 Nienburg/ OT Neugattersleben
    Tel.: (034721) 225 49

  • Reisewerk Dessau

    Zwischen Weltkulturerbe und Visionen

    Wer sich mit dem Dessauer Reisewerk auf Entdeckungstour begibt, erfährt Ungewöhnliches über das Elbeland. Denn das Reisewerk hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein möglichst facettenreiches, realistisches Bild von der Region zu vermitteln und dabei auch Licht und Schatten in den Blick zu nehmen. Die Region hat, selbst jenseits der Weltkulturerbestätten Bauhaus, Gartenreich und Wittenberg, viel zu bieten. Dieses Potential möchte das Reisewerk erschließen und setzt dabei weniger auf Anekdoten als vielmehr auf Fakten, fundierte Recherchen und strenge Qualitätskriterien. „Wir werben mit großer Überzeugung für die Region, aber zur Dessauer Stadtgeschichte gehören beispielsweise nicht nur zweimal Weltkulturerbe, sondern eben auch die Produktion von Zyklon B “, erläutert Guido Fackiner, Mitbegründer des Reisewerks, das Konzept.

  • Schulprojekt: Tankstelle Sonne

    Die Energiedetektive der Schule an der Lindenallee aus Gräfenhainichen greifen ihr Projekt „Tankstelle Sonne“ jedes Jahr aufs Neue auf und erweitern es kontinuierlich. Angefangen hatte alles mit einer Photovoltaik-Anlage auf dem Schuldach. Mittlerweile werden sogar die Fahrradständer der Schule aus Sachsen-Anhalt mit Solarenergie beleuchtet.

    Tankstelle Sonne

    Wettbewerb Energiesparmeister

  • Streuobstwiesen in der Region Magdeburg pflegen erhalten und entwickeln

    Apfelaktion klUm der Verantwortung für nachhaltige (Umwelt-)Bildungsarbeit Rechnung zu tragen, rief die Katholische Erwachsenenbildung im Land Sachsen- Anhalt im Jahr 2006 das oben genannte Projekt ins Leben. In diesem Projekt verbindet sich innerstädtische Naturschutzarbeit (Erhalt, Pflege und Entwicklung einer Streuobstwiese in Magdeburg-Sudenburg und Bienengarten) mit generations-übergreifenden und sozial-integrativ ausgerichteten Projekt-angeboten.
    Im Rahmen umweltbildender Aktionsangebote (Bienen- und Insekten-Beobachtung, Obstblütenwanderungen, Apfelsammel-/Apfelsaftaktionen, Obstbaumschnitt etc.) sind KiTa-Einrichtungen, (Grund-) Schulen, Jugendgruppen, Familien, Senioren und interessierte Erwachsenen eingeladen die Streuobstwiese und den Bienengarten als naturschutzwürdigen Lebensraum mit allen Sinnen zu erfahren, zu erleben und zu begreifen. Ziel dieses Projektes ist es, neben dem Erhalt einer innerstädtischen Streuobstwiese mit Bienengarten sich im gemeinsamen Tun zu begegnen und auszutauschen.

  • Wünscher Landhof mit Strohballenhaus

    „Heute erleben, wie es früher einmal war!“ – diese Idee steht hinter dem Wünscher Landhof. Auf dem Hof sollen Handwerk und Lebensweisen früherer Tage vermittelt werden. Dies schließt jedoch neue Entwicklungen nicht aus. So wurde auf dem Gelände des Landhofes Deutschlands größtes Strohballenhaus errichtet. Der Verein hat sich das Ziel gestellt, einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Region des Geiseltales zu leisten. Dabei ist es Anliegen des Vereins, die touristische Attraktivität mit der Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe und der Pflege ländlicher Traditionen zu verbinden.

    Merseburger Straße 50
    06255 Mücheln OT Wünsch
    Tel. 034636/70725
    Zur Webseite des Wünscher Landhofes