Dessau-Roßlau

  • DAKSBAU eG – kooperative Selbsthilfe

    Arbeiten, Leben und Wohnen im Kochhaus

    Industriedenkmäler sind Zeugnisse einer vergangenen Architektur, oft mit einem direkten Nebeneinander von Arbeit und Leben. Ihre Konstruktionen stehen aber heutigen innerstädtischen Gestaltungs- und Nutzungsideen eher im Wege, ihr Zustand ist nicht selten marode und ihr Verfall wird durch die Anerkennung als Denkmal oft nur hinauszögert. Manchmal ist es dem Engagement und dem Gestaltungswillen weniger Bürger zu verdanken, die den scheinbar zwangsläufigen Niedergang stoppen und solche Gebäude durch neue Ideen wieder in das innerstädtische Leben integrieren.

  • Deichrückverlegung am Oberluch

    Der Deich macht Platz für die Elbe

    Nach dem Jahrhunderthochwasser von 2002 wurden schnell Stimmen laut, die den Bau höherer Deiche forderten. An der Mittleren Elbe bemühte man sich zusätzlich um Alternativen. Hier sind – ganz im Sinne einer nachhaltigen Hochwasserpolitik – derzeit 15 Deichrückverlegungen mit einer Gesamtfläche von 2600 ha geplant. Die so entstehenden Überschwemmungsräume verringern nicht nur die Schäden bei Hochwasser, sondern bieten auch Schutz für bedrohte Tiere und Pflanzen und filtern Schadstoffe aus den Flüssen. Die Planung ist oft langwierig, weil mit der Bevölkerung vor Ort und den Eigentümern der zur Flutung vorgesehen Flächen angemessene Lösungen gefunden werden müssen.

  • Deponiegas vom „Scherbelberg“

    Strom und Wärme aus MüllBHKW Dessau

    In den Müllbergen Deutschlands gärt es. Über drei Millionen Tonnen Methan entstehen hier jedes Jahr - mit einem Energiegehalt von 50 Milliarden Kilowattstunden. Würde das aus organischen Abfällen entstehende Deponiegas genutzt, könnten zwei Atomkraftwerke abgeschaltet und mehrere Großstädte mit Fernwärme beheizt werden. Und nicht nur das: Methan ist ein besonders gefährliches Treibhausgas: laut Kyoto-Protokoll entspricht eine Tonne Methan 21 Tonnen Kohlendioxid. Auch wenn seit dem Jahr 2005 in Deutschland kein Hausmüll mehr deponiert werden darf, werden die Deponien noch etliche Jahre hoch klimaschädliches Methan produzieren.

    Als die Stadtwerke Dessau 1996 das neue Gaserfassungssystem am „Scherbelberg“ in Betrieb nahmen, wollten sie vor allem die klimaschädlichen Emissionen der Deponie verringern. Zunächst führten die Stadtwerke das Gas einer Hochtemperatur­fackel von 1200 °C zu und entsorgten es so unschädlich für die Umwelt.

  • Der Elbe-Burger

    Der Elbeburger - Einführung eines regionalen Produktes im Gebiet der mittleren Elbe

    Im Rahmen der zentralen Veranstaltung zum „Tag der Regionen“ in Sachsen- Anhalt am 11. Oktober 2008 in Dessau nutzte der Förder- und Landschaftspflegeverein Biosphärenreservat „Mittelelbe“ e.V. die Gelegenheit, sein neues Projekt „Elbeburger“, den Besuchern vorzustellen und eine erste kulinarische Kostprobe davon anzubieten. Das Projekt hat bei den Besuchern und Presse eine sehr positive Resonanz hervorgerufen.

  • Energietisch Dessau

    Bürgerschaftliche Initiative für den Klimaschutz

    Energietisch Dessau
    c/o energie abc, Burkhard Petersen
    Askanische Straße 156
    06842 Dessau-Rosslau
    Tel.: (03 40) 850 71 80
    info(at)energietisch-dessau(dot)de

  • Kurzumtriebsplantagen (KUP's) auf innerstädtischen Brachflächen

    Schnellwachsende Pappeln und Weiden auf Stadtumbauflächen in Dessau

    Der Energietisch Dessau hat mit großer Unterstützung weiterer Agenda 21 Initiativen im April 2007 etwa 1000 Pappel- und Weidenstecklinge gepflanzt. Die Fläche, ca 1200 m², liegt zwischen der Johann Meier Str. und der Amalienstraße. Nach vier bis fünf Jahren werden die jungen Bäume geerntet und wir rechnen mit einem Holzertrag von 3 bis 4 Tonnen. Die Bäume treiben anschließend aus ihren Wurzelstöcken neu aus und nach weiteren 4 bis 5 Jahren ist wieder Erntezeit. Das geht etwa viermal auf die gleiche Weise, bis neue Stecklinge gepflanzt werden müssten, oder diese Flächen eben wieder für einen originär städtische Zweck gebraucht werden.

  • Öffentlichkeitsarbeit für eine nachhaltige Entwicklung

    Die Stadt Dessau führt seit Jahren regelmäßige Agenda21-Wochen durch. Außerdem beteiligt sie sich u.a. an dem langen Tag der Stadtnatur und organisiert zweimal jährlich einen Bauernmarkt.

    Agenda 21-Woche u.a.

  • Radfahrerstadt Dessau-Roßlau

    Das Radwegenetz weist den Weg

    Wer dem Elberadweg, dem Muldentalradweg oder dem europäischen Fernradweg R1 folgt, gelangt irgendwann in die Radfahrerstadt Dessau. Ein dichtes Radwegenetz von über 100 km führt Einheimische und Besucher durch die Stadt. Hinzu kommen viele touristische Wege und gut ausgearbeitete Tourenangebote in die Region wie die „Gartenreichtour Fürst Franz“. Benannt nach Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau (1740-1817) führt der insgesamt 60 km lange Rundweg durch die einzigartige Elbauenlandschaft und verbindet die Schlösser und Parkanlagen im Gartenreich Dessau-Wörlitz. Abschließbare Fahrradboxen dienen an touristischen Schwerpunkten der sicheren Aufbewahrung von Fahrrädern und Gepäck während in aller Ruhe ein Schloss oder Park erkundet werden kann.

  • Reisewerk Dessau

    Zwischen Weltkulturerbe und Visionen

    Wer sich mit dem Dessauer Reisewerk auf Entdeckungstour begibt, erfährt Ungewöhnliches über das Elbeland. Denn das Reisewerk hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein möglichst facettenreiches, realistisches Bild von der Region zu vermitteln und dabei auch Licht und Schatten in den Blick zu nehmen. Die Region hat, selbst jenseits der Weltkulturerbestätten Bauhaus, Gartenreich und Wittenberg, viel zu bieten. Dieses Potential möchte das Reisewerk erschließen und setzt dabei weniger auf Anekdoten als vielmehr auf Fakten, fundierte Recherchen und strenge Qualitätskriterien. „Wir werben mit großer Überzeugung für die Region, aber zur Dessauer Stadtgeschichte gehören beispielsweise nicht nur zweimal Weltkulturerbe, sondern eben auch die Produktion von Zyklon B “, erläutert Guido Fackiner, Mitbegründer des Reisewerks, das Konzept.