Natur- und Umweltschutz

  • Deichrückverlegung am Oberluch

    Der Deich macht Platz für die Elbe

    Nach dem Jahrhunderthochwasser von 2002 wurden schnell Stimmen laut, die den Bau höherer Deiche forderten. An der Mittleren Elbe bemühte man sich zusätzlich um Alternativen. Hier sind – ganz im Sinne einer nachhaltigen Hochwasserpolitik – derzeit 15 Deichrückverlegungen mit einer Gesamtfläche von 2600 ha geplant. Die so entstehenden Überschwemmungsräume verringern nicht nur die Schäden bei Hochwasser, sondern bieten auch Schutz für bedrohte Tiere und Pflanzen und filtern Schadstoffe aus den Flüssen. Die Planung ist oft langwierig, weil mit der Bevölkerung vor Ort und den Eigentümern der zur Flutung vorgesehen Flächen angemessene Lösungen gefunden werden müssen.

  • Eine Bergbaufläche weicht der Natur

    Goitzsche-Wildnis

    Einst war die „Goitzsche“ eine Auwald- und Wiesenlandschaft vor den Toren der Industriestadt Bitterfeld, für die Bewohner ein wichtiges Naherholungsgebiet. Der Braunkohlenabbau verwandelte sie in eine „Mondlandschaft“, die zu einer ökologischen Last wurde. Doch mit der Aufgabe des Bergbaus 1991 konnte aus dieser von Menschen gemachten Landschaft ein interessanter, ökologisch wertvoller Raum entstehen.

    Der BUND für Umwelt und Naturschutz e.V. erkannte diese Situation und begann im Jahr 2000 das Projekt „Goitzsche-Wildnis“: Durch den Kauf von mittlerweile 1300 ha Bergbaufläche erhält die Natur Raum, um sich möglichst unbeeinflusst von menschlichen Eingriffen zu entwickeln.

  • Erlebnis Grünes Band

    Grenzerfahrungen

    Es gibt noch Naturwunder in Deutschland: Mitten durch unser Land zieht sich von Nord nach Süd ein 1393 km langes Grünes Band - die ehemalige innerdeutsche Grenze. Zwischen Stacheldraht und Grenzpatrouillen hatte die Natur hier Jahrzehnte lang freies Geleit. Wie auf einer Perlenkette reihen sich wertvolle Biotope als einzigartige Rückzugsräume für über 600 bedrohte Tier- und Pflanzenarten aneinander.
    Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) will die einzigartige Landschaft des Grünen Bandes als lebendiges Denkmal deutscher Zeitgeschichte erhalten.

  • Interkultureller Garten Magdeburg

    Interkulturelle Gärten gibt es seit mehr als zehn Jahren in verschiedenen Städten Deutschlands. Sie dienen als Plattform für Kommunikation, als Begegnungstätte und zum Austausch zwischen Migranten und Deutschen. In den Gärten treffen verschiedene Milieus, Generationen und Lebensstile aufeinander. Durch das gemeinsame Gärtnern werden gemeinsame Interessen entdeckt, die zu neuen Verbindungen führen und neue Zugehörigkeiten entstehen lassen. Neben der Integration von Migranten, spielt Stadtökologie eine wichtige Rolle. Interkulturelle Gärten nutzen städtische Freiräume, sorgen für Artenvielfalt und ein besseres Mikroklima im Quartier. Säen, ernten und kompostieren sensibilisiert für weitere Umweltthemen. Und nicht zuletzt werden durch das Erproben neuer Methoden, Impulse für transkulturelle Formen der Umweltbildung gesetzt.

  • Natur- und Umweltschule Wethau

    Wenn Cornelia Lorenz von dem kleinen Wethau vor den Toren Naumburgs erzählt, merkt man ihr die Begeisterung an. Denn der idyllische Ort bietet alles, was sie sich für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung nur wünschen kann: Wald, reichhaltige Wiesen, Streuobstwiesen und ein Flusslauf sind in unmittelbarer Nähe vorhanden; begrünte Fassaden, Energieerzeugung mittels Wasserkraft und Solaranlagen auf den Dächern zeugen vom Engagement der Einwohner. Im Jahr 2001 ergriff der Naumburger Umweltladen die Gelegenheit und gründete dort in ehrenamtlicher Initiative die spätere Natur- und Umweltschule. Gute Ideen und eine mutige Umsetzung waren und sind gefragt. Cornelia Lorenz und die anderen Vereinsmitglieder sind überzeugt, dass man nur Probleme, die man erkennt, lösen kann. Deswegen berühren ihre Bildungsangebote alle Bereiche nachhaltiger Entwicklung: von der gesunden Ernährung über den Umgang mit natürlichen Ressourcen und nachwachsenden Rohstoffen zur Baubiologie und Kleidung, von den Auswirkungen unserer Lebensweise auf Entwicklungsländer bis hin zur „kleinen Wildnis“ vor der Haustür. 

  • Naturerlebnispark Burg

    Der Naturerlebnispark liegt in der Elbtalaue und ist für Kindergruppen und Familien, aber auch für Senioren ein lohnendes Ausflugsziel. Es gibt zum Beispiel Schafe und Ziegen zum Streicheln und ein Igel-Hotel für Tiere, die ohne Hilfe nicht durch den Winter kommen würden. Im Naturerlebnispark erfahren die Gäste alles Wissenswerte über Fledermäuse, Störche, Biber und Amphibien. Außerdem wird gezeigt, wie man Vögeln, Fledermäusen und Insekten das passende Häuschen baut. Es gibt drei Seminarräume, in denen Gruppen tagen können und der NABU bietet regelmäßige Exkursionen in die Umgebung an. Richtig viel los ist bei den drei großen Festen im Frühling, Sommer und Herbst.
  • Naturschutzzentrum "Im Stadtwald"

    Natur erleben in der Lutherstadt

    Besonders von April bis Oktober nutzen täglich Schulklassen und Kindergartengruppen die Anlage für Projekt- und Wandertage, aber auch für Abschluss- oder Zuckertütenfeste. Senioren- und verschiedene Sportgruppen nutzen den Stadtwald als Ausflugs- und Trainingsgebiet, Familien feiern Kindergeburtstage und Einschulungen hier und täglich können bis zu 200 Wittenberger und ihre Gäste im Objekt und auf dem Lehrpfad begrüßt werden. Zusätzlich nutzen täglich Bürgerinnen und Bürger telefonisch oder persönlich Möglichkeiten der Beratung besonders im Bereich Arten- und Tierschutz.
  • Ökostation Neugattersleben

    Praktische Umweltbildung im Salzlandkreis: In den letzten Jahren haben sich in Sachsen-Anhalt vielfältige Initiativen zur Umweltbildung herausgebildet. Die Umweltzentren stehen für engagierte Arbeit auf diesem Gebiet. Im Zentrum des Salzlandkreises befindet sich die Ökostation Neugattersleben. Die Einrichtung setzt sich ein für folgende Ziele und kann mit attraktiven ganzjährigen Angeboten für alle Alters- und Interessensgruppen zu diesen Schwerpunkten aufwarten:

    • den direkten persönlichen Umgang mit der Natur sowie für   ihre  verantwortungsvolle Erhaltung und Nutzung,
    • die Aufklärung einer breiten Öffentlichkeit über die Bedeutung des Natur- und Umweltschutzes und
    • die naturverbundene Freizeitgestaltung und außerschulische Umweltbildung von Kindern und Jugendlichen

    Zur Webseite

    Ökostation Neugattersleben
    Förderstedter Straße 4
    06429 Nienburg/ OT Neugattersleben
    Tel.: (034721) 225 49

  • Schafe in besonderer Mission

    Landschaftspflege mit Perspektive

    Wer im Elbtal bei Hohewarthe auf Schäfer Lutz Briehme und seine Schafe trifft, ahnt zunächst nicht, dass sie eine wichtige Aufgabe haben. Gemeinsam mit sieben weiteren Schäfereien kümmern sie sich im Auftrag des Landschaftspflegeverbandes Elbe-Kreuzhorst-Klus seit dem 1. Juni 2004 um 260 ha naturschutzfachlich wertvolle Flächen. Denn in und um Magdeburg gibt es viele reizvolle arten- und blütenreiche Landschaften wie Halbtrocken- und Trockenrasen, die wechselfeuchten Stromtal- und die Streuobstwiesen, die ohne diese besondere Pflege verbuschen würden. Gerade auf kleinsten Flächen oder an schwer zugänglichen Hängen lässt sich der ursprüngliche Artenreichtum nur durch die Beweidung mit findigen Schafen und Ziegen erhalten.

  • Slow Food - im Zeichen der Schnecke

    Die 1986 von Carlo Petrini in Italien gegründete Slow-Food-Bewegung bemüht sich um die Erhaltung der regionalen Küche. Sie versteht sich als Gegenpol zur weltweiten Verbreitung von uniformen, globalisierten und genussfreien Fast Food. Als Geburtsstunde gilt ein Spaghetti-Essen vor der ersten italienischen McDonald’s-Filiale in Rom. „Slow Food bedeutet ein Akt der Rebellion gegen eine Zivilisation, die, gegründet auf den sterilen Konzepten der Produktivität, der Quantität und des Massenkonsums, Gewohnheiten, Traditionen, Lebensweisen und letztendlich die Umwelt zerstört.“ Bei Slow Food steht Genuss und Region im Mittelpunkt.Ihre heutige Parole: „gut, sauber und gerecht“. Produkte sollen authentisch sein. Deshalb fördert Slow Food regionale und saisonale Lebensmittel, die auf althergebrachte und ökologisch vertretbare Art und Weise produziert werden. Lebensmittel, die nach Slow-Food-Kriterien angebaut, hergestellt, verkauft oder verzehrt werden, sollen regionale Wirtschaftskreisläufe stärken und Menschen wieder mit Auge, Ohr, Mund und Händen an ihre Region binden.

  • Streuobstwiesen in der Region Magdeburg pflegen erhalten und entwickeln

    Apfelaktion klUm der Verantwortung für nachhaltige (Umwelt-)Bildungsarbeit Rechnung zu tragen, rief die Katholische Erwachsenenbildung im Land Sachsen- Anhalt im Jahr 2006 das oben genannte Projekt ins Leben. In diesem Projekt verbindet sich innerstädtische Naturschutzarbeit (Erhalt, Pflege und Entwicklung einer Streuobstwiese in Magdeburg-Sudenburg und Bienengarten) mit generations-übergreifenden und sozial-integrativ ausgerichteten Projekt-angeboten.
    Im Rahmen umweltbildender Aktionsangebote (Bienen- und Insekten-Beobachtung, Obstblütenwanderungen, Apfelsammel-/Apfelsaftaktionen, Obstbaumschnitt etc.) sind KiTa-Einrichtungen, (Grund-) Schulen, Jugendgruppen, Familien, Senioren und interessierte Erwachsenen eingeladen die Streuobstwiese und den Bienengarten als naturschutzwürdigen Lebensraum mit allen Sinnen zu erfahren, zu erleben und zu begreifen. Ziel dieses Projektes ist es, neben dem Erhalt einer innerstädtischen Streuobstwiese mit Bienengarten sich im gemeinsamen Tun zu begegnen und auszutauschen.

  • Symbolische Heideaktien helfen dem Naturpark Dübener Heide

    Der Verein Dübener Heide e.V. lässt die Menschen und Heidefreunde seit 2008 teilhaben an der Entwicklung des Naturparks, indem er sie zu Heide-Aktionären macht. Über 200 Aktien sind seit 2008 herausgegeben worden. Wer Aktionär ist, engagiert sich automatisch für die Naturparkregion. Denn die über Aktien eingesammelten Gelder fließen in den Erhalt der Naturlandschaft. Weil die symbolischen Aktien-Papiere jedes Jahr ein neues Motiv haben, erreichen sie im Verlauf der Jahre auch einen Sammlerwert. Und sie gelten als besonders individuelles und originelles Geschenk für Naturfreunde und Menschen, die sich mit der Dübener Heide verbunden fühlen.

    Naturpark Dübener Heide (Naturparkhaus)
    Neuhofstraße 3a
    04849 Bad Düben

    Tel. 034243/72 993

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    Heideaktien

  • Zentrum für Ökologie, Natur- und Umweltschutz

    Elbezentrum BuchUmgeben von Landschafts- und Naturschutzgebieten liegt in der Elbauengemeinde Buch das Zentrum für Ökologie, Natur- und Umweltschutz (ZÖNU). Acht Kilometer südlich der Storchenstadt Tangermünde warten hier auf kleine und große Gäste wechselnde Ausstellungen zur Natur an der Elbe. Auf dem Dach des ZÖNU begrüßen Sie Meister Adebar und seine Braut, eine Videokamera zeigt Besuchern die Liveübertragung aus dem Storchennest.

    Vor der Tür können sich Kinder auf dem Naturspielplatz austoben, den Hofladen, den altmärkischen Bauerngarten, eine Kräuterduftspirale oder den Lehmbackofen erkunden. Über das Jahr verteilt bietet das Zentrum Exkursionen und mehrtägigen Reisen in der Elbstromlandschaft.