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Dokumentarfilm D 2016, 91 Min
Regie: Reinhard Günzler

Der Titel des Films, eine scheinbar absurde Frage. Sie lenkt die Aufmerksamkeit auf die Beziehung des Menschen zu seinen Gebrauchsgegenständen.

Im Mittelpunkt des Films steht die Lebensdauer technischer Geräte, ihre Nachhaltigkeit und unsere Wertschätzung ihnen gegenüber. In unserer Wegwerfgesellschaft geben Gebrauchsgegenstände immer schneller den Geist auf; folgt der Takt eines Neuerwerbs immer kürzeren Zeitspannen. Dass es auch anders geht, beweisen Produkte wie beispielsweise das orangene DDR-Rührgerät „RG 28“, eine eigentlich nichtssagende Produktnummer. Dem Gerät, das bis 1993 in der VEB Elektrogeräte Suhl vom Band lief und das 18 Millionen Mal produziert wurde, wird nachgesagt, nahezu unkaputtbar zu sein. „Elektrogeräte mit einer solchen Lebensdauer gibt es heute nicht mehr“, sagt Regisseur Reinhard Günzler, „aber sie werden vermisst“.

Um hinter das Geheimnis der sagenhaften Langlebigkeit des „RG28“ zu kommen, begibt sich die Protagonistin des Films, die Studentin Carmen, auf eine Forschungsreise in die Welt der Gerätschaften. Sie fragt Konstrukteure und Technologen, Designer und Ökonomen, Historiker, Theologen und Psychologen: In welchem Verhältnis stehen wir zu unseren Erzeugnissen? Und wie verändert sich diese Beziehung? Auf ihrem Trip begegnet Carmen den Menschen, die einst ihr „RG 28“ gebaut haben. Sie hört Geschichten von einer fremden, untergegangenen Wirtschaftsform, in dem sich die Mitarbeiter mit „ihrem“ Betrieb und „ihren“ Produkten vollkommen identifizieren konnten. Ist die innere Verbundenheit des Schöpfers mit seinem Werk die wesentliche Voraussetzung für ein gutes Produkt? Und: Wie könnte die Ökonomie den Menschen dienen statt umgekehrt?

Anhand des handlichen, orange-leuchtenden Rührgeräts „RG 28“ schafft es Günzler, Fragen zum komplexen Thema Nachhaltigkeit einleuchtend herunter zu brechen. Er fragt: Warum hält ein Gerät wie das „RG 28“, das nicht aus den edelsten Komponenten hergestellt wurde, länger als die moderne Konkurrenz? Wo und unter welchen Bedingungen wird der größte Teil unserer Gebrauchsgegenstände heute produziert? Und warum werfen wir viele Produkte heutzutage schon nach wenigen Jahren auf den Müll? Können wir zu Dingen, denen nur eine kurze Lebenserwartung vergönnt ist, überhaupt noch eine respektvolle Beziehung entwickeln?

„Früher“, so der Regisseur, „habe sich eine Art Beziehung zwischen Menschen und Produkten aufgebaut. Das lag schon daran, dass vieles aus der näheren Umgebung kam. Man kannte die Menschen, die im VEB am Band standen, man kannte den Landwirt, der das Getreide für das Brot anbaute. Das führte zu einer höheren Wertschätzung für deren Produkte. Heute kommt das meiste aus China. Von Menschen, die wir wahrscheinlich nie kennenlernen werden.“

Was ist die Lösung?
Fair produzieren? Regionale u. nachhaltige Produkte? Die Abschaffung aller direkten u. indirekten Subventionen?
Ein Anfang ist zumindest, Geräte wieder zu reparieren.
Und: "Durch das Kaufen von Produkten beeinflussen wir, das was auf unserer Welt passiert, wesentlich stärker, als durch alles andere, was wir tun. Es lohnt sich wirklich ein bisschen Zeit zu investieren und zu gucken, wie und unter welchen Bedingungen ist ein Produkt erzeugt worden. Wenn wir die Produkte nicht mehr respektieren, dann respektieren wir auch nicht mehr die Menschen, die sie geschaffen haben." (Günzler)

"Kommen Rührgeräte in den Himmel" ist ein Plädoyer für einen bewussteren Umgang mit Produkten und zeigt auf leichte Art, wie wir zu klügeren Konsumenten werden können.

Link zum Film http://www.rg28.de/