Fachforum Nahversorgung am 29. April 2014 in Langenstein (bei Halberstadt)

Beim Fachforum zum Schwerpunkt "Nahversorgung" in Langenstein standen Dorfläden und ihre unterschiedlichen Konzepte im Mittelpunkt. Nach einer Einführung zum Thema durch Frank Ernst vom Netzwerk Zukunft Sachsen-Anhalt gab Dr. Patrick Küpper vom Thünen-Institut Braunschweig eine Übersicht zu den Befunden der Studie des Thünen-Instituts „Nahversorgung im ländlichen Raum“. Ziel der Studie war es, einen systematischen Überblick über aktuelle Handlungsansätze zur Sicherung der Nahversorgung in ländlichen Räumen zu gewinnen. Die verschiedenen Versorgungskonzepte wurden auch auf ihre Übertragbarkeit überprüft. Ergänzt wurde die Untersuchung mit ausländischen Beispielen – aus Finnland, den Niederlanden, Österreich, Frankreich, Großbritannien und der Schweiz. Einen großen Teil des Fachforums nahmen die konkreten Beispiele zu Dorfläden ein: Dorfladen auf dem Schäferhof in Langenstein (GmbH), die Dorfladeninitiative in Deersheim (genossenschaftlich), der Dorfladen in Hainrode (Verein) und die Kaufhalle in Zilly (Familienbetrieb).
Außerdem gab es eine Führung über den Schäferhof mit Erläuterungen zum dortigen bürgerschaftlichen Engagement sowie eine Führung in Zilly mit der dortigen Bürgerinitiative zu ihrem Engagement für eine lebendige Dorfgemeinschaft.

Exkursion Bleibeperspektiven ins Ökodorf Sieben Linden bei Beetzendorf (Altmark) am 30.04.2014

Im Mittelpunkt der Exkursion standen die Themen Bleibeperspektiven und Nahversorgung. Auf dem Weg nach Sieben Linden wurde der Vierzeithof in Bebertal und die Künstlerstadt Kalbe besucht. An beiden Orten stellten sich die Projektinitiatorinnen vor und berichteten von ihren Ideen, über ihre Situation in der Region und welchen Beitrag sie mit ihrem Projekt für die Region leisten.
Im Ökodorf "Sieben Linden" wurden verschiedene Perspektiven des Bleibens im Dorf beleuchtet: den Garten mit seinen verschiedenen Aspekten der Versorgung, den Strohballenbau und die Nutzung erneuerbarer Energien, die soziale Infrastruktur für junge und ältere Bewohner/innen. Zum Abschluss gab es einen guten Einblick über die Kommunikationsmethoden im Ort.
An den Veranstaltungen nahmen auch europäische Gäste aus Finnland, den Niederlanden, Polen und Österreich teil.

Im Anhang finden Sie das Protokoll zur Veranstaltung sowie das Programm, die Einführung zum Thema und einen Überblick über die Befunde der Studie "Nahversorgung im ländlichen Raum".

Die gesamte Studie des Thünen-Institutes finden sie hier.

Fachforum: Dezentrale Energieversorgung und regionale Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien im ländlichen Raum - Wege zur Energiekommune

Hinweis: Zur inhaltlichen Beschreibung siehe weiter unten beim gleichnamigen Fachforum in Osterburg.

Wie können Kommunen Potentiale regionaler Wertschöpfung heben? Welche Schritte der Wertschöpfung müssen gegangen werden? Wie können die Bürger an diesem Prozess beteiligt und welche Akteure müssen einbezogen werden?

Diesen und weiteren Fragen wurde am 8.11.2013 in Naumburg im Fachforum mittels konkreter Beispiele nachgegangen. Neben den Möglichkeiten der Wertschöpfung durch regionale Energieproduktion und den daran anschließenden Wertschöpfungsketten, ging es im Forum um die Rolle und die Potenziale von Stadtwerken und Genossenschaften in diesem Energie-Umgestaltungs-Prozess. Insbesondere anhand der Beispiele konnten die in den Kommunen vorhandenen Potenziale aufgezeigt und mögliche, Erfolg versprechende Handlungsweisen plastisch dargestellt werden.

Hier finden Sie eine Leitfadensammlung zu den Fachforen "Regionale Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien".

Fachforum: Dezentrale Energieversorgung und regionale Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien im ländlichen Raum - Wege zur Energiekommune

Nachhaltige Energieversorgung ist durch die „Energiewende“ nahezu allgegenwärtig. Sie trifft die Menschen direkt in ihrem lokalen und regionalen Umfeld. Immer mehr Windenergie-anlagen werden errichtet, immer mehr Solaranlagen aufgestellt und auf dem Acker Biomasse angebaut. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien, gerade auch in Sachsen-Anhalt, und die Investitionen in diesem Bereich sind enorm. Jedoch: Die Kommunen als auch die Bürger vor Ort sind bisher an diesem Prozess zu wenig beteiligt.

Fachforum: Bedingungsloses Grundeinkommen – Ein wirtschaftliches Bürgerrecht ?

Agenda 21-Kino: Grundeinkommen - ein Kulturimpuls

In diesem Fachforum stand die zunehmend prominente Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens im Mittelpunkt.

Die Idee eines Grundeinkommens für alle Bürgerinnen und Bürger wird mittlerweile von Akteuren unterschiedlichster politischer Couleur vertreten – darunter auch vormals unerwartete Protagonisten wie Ministerpräsidenten und Unternehmer.

Kulturlandschaft im Spannungsfeld zwischen Schrumpfung und Chance.
Havelberg – lebendig und attraktiv durch kommunales und bürgerschaftliches Engagement

Leerstand und brachliegende Grundstücke mitten in den Städten sind ein Problem, das Kommunen, Stadtplaner und Architekten sowie Bürgerinnen und Bürger herausfordert. Dieses Forum hatte insbesondere die Stadtgestaltung in Havelberg zum Thema.

Lebendige und attraktive Innenstädte – möglich oder Illusion?
Bausteine für eine nachhaltige Stadtentwicklung mit Präsentation der Ausstellung „Gemeinsam Wohnen“

"Nachhaltige Kommunalentwicklung unter den Herausforderungen des demografischen Wandels"

„Dorf heute – Potenziale, Perspektiven, Chancen“
Handlungskonzepte und Projekte zur sozialen und wirtschaftlichen Gestaltung nachhaltiger Dorfentwicklung

Die demographische und sozioökonomische Entwicklung im ländlichen Raum hat in den letzten Jahrzehnten ihre Spuren hinterlassen. Abwanderung, Überalterung, Abbau des ÖPNV, von Schulen und Kindergärten und von Nahversorgungseinrichtungen sind Folgen dieses Strukturwandels. Die Vielfalt der unterschiedlichen Standort-bedingungen und Besonderheiten des ländlichen Raums lassen keine allgemeingültigen Lösungen und endgültigen Antworten für eine nachhaltige Entwicklung zu.
Mit dem Zuschnitt der Konzepte auf die Bedürfnisse der jeweiligen Gemeinden, durch Kooperation, Vernetzung und vor allem durch die aktive Mitwirkung der ansässigen Bevölkerung, zeigen viele Dörfer, dass Lösungen gefunden werden können. Ein gemeinsamer Anknüpfungspunkt für alle Handlungsstrategien ist, dass die Struk-turen kleinräumig sind und gemeindliche Selbstverwaltung direkt gelebt werden kann.
Dieses Forum möchte einen Überblick über dörfliche Entwicklung geben und Beispiele aus verschiedenen ländlichen Kommunen vorstellen, bei denen ein lokales Engagement mit einer Entwicklungs-Perspektive verbunden werden konnte.

Ostdeutschlands Regionen – Was kommt nach dem Warten auf den Aufschwung? Perspektiven zwischen Abbruch und Aufbruch

 mit dem Filmemacher Holger Lauinger und seinem Film "Neuland"

„Lokale und regionale Energiemanagement-Agenturen – Profile und praktische Umsetzung“