Ostdeutschlands Regionen – Was kommt nach dem Warten auf den Aufschwung? Perspektiven zwischen Abbruch und Aufbruch

 mit dem Filmemacher Holger Lauinger und seinem Film "Neuland"

Mittwoch, den 25. Juni, 17.00 Uhr – 20.15 Uhr
Rathaus Havelberg (Ratssaal)
Markt 1, 39539 Havelberg

19 Jahre nach der Wende scheint es angemessen, in einer Retrospektive auf die Ergebnisse der Vereinigung zurück zu blicken: der ostdeutsche Transformationsprozess seit 1990 hat wirtschaftliche Erfolge vorzuweisen, kann auf den Aufbau einer funktionsfähigen Verwaltung verweisen, hat die kommunale Selbstverwaltung garantiert und das Wohlstandsniveau gesteigert. Trotzdem ist es der Republik nicht gelungen, in den Neuen Bundesländern „gleichwertige Lebensverhältnisse“ herzustellen. Mehr noch, der Anspruch auf „Gleichwertigkeit“ scheint heute nicht mehr einlösbar (denken Sie an die Demografiedebatte). Besonders der Osten Deutschlands ist von den ökonomischen und sozialen Veränderungen betroffen: Abwanderung, Überalterung, Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung, schwache wirtschaftliche Entwicklung, hoch verschuldete Kommunen, um nur einige Stichworte zu nennen, prägen das Bild. Entwicklung und Innovation scheinen blockiert, die Aufbruchsstimmung in ihr Gegenteil verkehrt. Kurzum: die Annahme, dass die Übernahme des westdeutschen Institutionensystems gleichzeitig die Übernahme des erfolgreichen Modells Deutschland bedeuten würde, hat sich nicht bestätigt.

Wo liegen Ursachen für diese Entwicklung?