E-Mail Drucken

Goitzsche-Wildnis - Eine Bergbaufläche weicht der Natur


Goitzsche-Wildnis - Eine Bergbaufläche weicht der Natur
Art des Akteurs: Verein/Initiative
Projektbeginn: 2000
Beitrag aktualisiert: 30. August 2018

Aktiv werden

Bildungsangebote nutzen, Besichtigen, Mitglied werden

Akteur

BUNDstiftung Goitzsche–Wildnis–Projekt
Rathausstr. 1
06808 Bitterfeld-Wolfen
Webseite: http://www.Goitzsche-Wildnis.de
Facebook: https://www.facebook.com/BUNDstiftungGoitzsche-Wildnis

Kontakt

mailto:
info@goitzsche-wildnis.de

Einst war die „Goitzsche“ eine Auwald- und Wiesenlandschaft vor den Toren der Industriestadt Bitterfeld, für die Bewohner ein wichtiges Naherholungsgebiet. Der Braunkohlenabbau verwandelte sie in eine „Mondlandschaft“, die zu einer ökologischen Last wurde.

Doch mit der Aufgabe des Bergbaus 1991 konnte aus dieser von Menschen gemachten Landschaft ein interessanter, ökologisch wertvoller Raum entstehen.

Der BUND für Umwelt und Naturschutz e.V. erkannte diese Situation und begann im Jahr 2000 das Projekt „Goitzsche-Wildnis“: Durch den Kauf von mittlerweile 1300 ha Bergbaufläche erhält die Natur Raum, um sich möglichst unbeeinflusst von menschlichen Eingriffen zu entwickeln.

Wildnis ist ein Prozess, der Zeit und Raum braucht: was für uns ein ganzes Leben dauern mag, ist für die Natur nur ein Wimpernschlag. Schon heute sind in der „Goitzsche-Wildnis“ seltene, einmalige Biotoptypen entstanden, die vielen Tierarten wie Seeadlern, Flussregenpfeifern, Kranichen oder gefährdeten Libellenarten ungestörte Lebensräume bieten. Zu den pflanzlichen Besonderheiten zählen beispielsweise Türkenbundlilien, Aronstab oder Sandstrohblumen. Die BUND-Aktiven vor Ort sorgen dafür, dass menschliche Eingriffe unterbleiben. Dabei setzen sie erfolgreich auf die Verbundenheit der Menschen mit ihrer Region und ihr bürgerschaftliches Engagement: So sind im Einvernehmen mit Jägern, Fischern und Wassersportlern, Teilgebiete solchen Nutzungen entzogen worden. Dennoch sollen und können die Menschen an der Wildnisentwicklung teilhaben: Über 20 Freiwillige engagieren sich in der BUND-Kreisgruppe, deren Mitglieder täglich im Gelände anzutreffen sind. Sie erfassen nicht nur regelmäßig Veränderungen in der Tier- und Pflanzenwelt, sondern sie bieten auch Naturerlebnistage für Kinder und Erwachsene. Auf Rad- und Wanderwegen, an Rast- und Beobachtungspunkten und durch geführte Exkursionen lässt sich der stetige Wandel miterleben.

contentmap_plugin

Globale Nachhaltigkeitsziele