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Dokumentarfilm, USA, 2015, 92 min (u. 60 min)
Regie: Andrew Morgan

Der Dokumentarfilm "The True Cost" ist eine Geschichte über Mode bzw. die Herstellung unserer Kleidung und ihren wahren Preis. Über eine Milliardenindustrie, die jeden Style als immer neue Offenbarung inszeniert, an der wir teilhaben dürfen - vorausgesetzt, wir kaufen. Über Verschwiegene Konzerne, großen Umsatz und unmenschliche Arbeit.

Wir, die Konsumenten in den westlichen Ländern, scheinen von den Konsequenzen, die mit der Herstellung von (Billig)Kleidung verbunden sind, entkoppelt. Wir wissen von schlechten Arbeitsbedingungen in den sogenannten Sweatshops, glauben, diesen mit höherwertigen Produkten begegnen zu können, sind überzeugt, dass es ohne Arbeit in den Textilländern um die Menschen noch schlimmer bestellt wäre oder blenden den Zusammenhang von Herstellung und Konsum aus.

Regisseur Morgan reist einmal um die ganze Welt, besucht Arbeiterinnen in Kambodscha und Bangladesch, Baumwoll-Farmer in Texas und Modewochen. Und natürlich hat er eine Botschaft: „Mein Film heißt The True Cost, weil wir uns darüber klar sein müssen, welchen wahren Preis die niedrigen Preise der Fast Fashion tatsächlich haben, sowohl was die Ressourcen, aber auch was die menschlichen Schicksale angeht. Wir können nicht so weiterkonsumieren. Ständig kommen neue Märkte dazu. Das kann nicht gutgehen. Wir leben in jeder Beziehung auf Kredit.“ (Morgan)

"The True Cost" ist nicht nur ein Film über die Profitgier, er zeigt die weltweiten Umweltschäden, die die Bekleidungsindustrie hinterlässt, den massenhaften Kleidungsmüll den unser überzogener Konsum hervorbringt und er zeigt vor allem die unmenschlichen Arbeitsbedingungen, unter denen unsere Kleidung hergestellt wird.

Viele Flüsse in Asien sind von den Gerbstoffen der Lederproduktion so kontaminiert, das sich die Menschen verätzen, wenn sie damit in Berührung kommen. In Indien, dem größten Baumwollproduzenten, sind die Böden inzwischen so ausgelaugt und vergiftet, das trotz immer mehr Chemikalien kaum noch etwas wächst. Und in manchen Dörfern gebären die Frauen fast nur noch Kinder mit schweren körperlichen und geistigen Behinderungen.
In den vergangenen beiden Jahrzehnten ist unser Verbrauch an Kleidung um 400 Prozent gestiegen. Die Preise für Billigmode sinken, während der Verbrauch von Kleidung kontinuierlich steigt, ebenso die Berge von schwer abbaubarem Kleidungsmüll.
Die Näherin Shima zum Beispiel, muss ihre Tochter nach einer Woche wieder zurück zu ihren Eltern bringen. Dass sie ihr Kind nur einmal im Jahr sehen kann, ist der Preis, den Shima für die vage Hoffnung zahlt, ihrer Tochter möge es einmal besser gehen.

Und was verdanken wir der Modeindustrie, der "Fast Fashion"? Unsere Städte sind inzwischen gesichtslose Shoppingmeilen. „Ich finde es interessant, dass sich die Zentren unserer Städte weltweit immer ähnlicher sehen, weil dort die gleichen Shops mit denselben Marken eröffnen. Und es ist unglaublich, welche Massen an Kleidung überall verfügbar sind. Den Gewinn machen die Konzerne ja, indem sie uns überzeugen, immer mehr Mode in immer kürzeren Abständen zu konsumieren und die Produkte sehr schnell wieder zu entsorgen, um sie durch neue zu ersetzen.“ (Morgan)

„The True Cost“ fordert uns auf, das eigene Konsumverhalten zu überdenken und zu verändern. Er zeigt aber auch die wahren Verantwortlichen. Und er ist nicht zuletzt deshalb sehenswert, weil er es schafft, uns für die Schicksale anderer Menschen zu interessieren, von denen wir nur gefühlt längst wissen.

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