Dokumentarfilm, D 2008, 88 min
Regie: Yorick Niess

Geldbestimmt unser Leben. Geld macht sexy. Geld bedeutet Macht.

Über die Erfindung des Geldes wissen wir allerdings wenig.

Der Filmemacher Yorick Niess macht sich auf die Suche nach dem magischen Geist des Geldes. Er richtet den Blick auf unser Geldsystem, das die Grundlage unseres Wirtschaftssystems bildet und viele Irrwege im realen Wirtschaften vorzeichnet, wenn nicht gar erzwingt. Er beleuchtet die Verknüpfung des Geldsystems mit den Faktoren des sozialen Lebens, der Politik und Interessensgruppen wie z.B. Unternehmen und Banken.

Die Erfindung des Tauschmittels Geld hat sich in seiner knapp dreitausendjährigen Geschichte verändert. Geld ist nicht mehr greifbar. Unvorstellbare Geldmengen, konzentriert in den Händen weniger, jagen heute um die Welt.

Der UN-Sonderberichterstatter Jean Ziegler warnt vor den im heutigen Geld liegenden Gefahren: "Unsere Demokratie ist tödlich bedroht!"
Rechtsanwalt Harald Wozniewski sieht einen modernen Feudalismus. Der Präsident vom Institut für Weltwirtschaft erklärt, warum Umweltschutz keine Chance hat. Und Philosoph Jochen Weiß meint: "Das Geld wird unsere Religionen ersetzen."

Der Film erläutert alternative Modelle wie das „Freigeld“, weist auf drohende Krisen bzw. einen Crash des aktuellen Finanz-Systems hin und transportiert die Botschaft: Nur wer den Geist des Geldes versteht, kann seine Zukunft Mitgestalten.

Niess’ interessante und erhellende Dokumentation ist zudem eine gute Ergänzung zum Dokumentarfilm „Let’s make Money“ von Erwin Wagenhofer.