Dokumentarfilm, A/D 2011, 90 min
Regie: Christoph Mayr

Die Energiesparlampe, gefeiert und per EU-Verordnung durchgesetzt, ist ein Coup der Lampenindustrie, um ihren Umsatz zu steigern – so die These von Regisseur Christoph Mayr. Die versprochene Energieeinsparung wird erkauft mit einer Gefährdung der Umwelt und des Menschen durch das in den Lampen verwendete Quecksilber. Darüber hinaus hält die versprochene Lebensdauer nicht was sie verspricht.

„Die Energiesparlampe ist für den Planeten wie für den einzelnen Menschen eine Katastrophe. Ihr ökologischer Nutzen ist eine propagandistische Chimäre, die die Lampenindustrie verbreitet hat, um mit dem behördlich angeordneten Technologiewechsel Gewinne zu machen. Greenpeace und andere Umweltschutzinitiativen haben sich dabei, berauscht vom Gefühl ihres Einflusses, zu nützlichen Idioten der Industrie machen lassen.“ (Harald Jähner, Berliner Zeitung, 31.5.12)

Mayr geht es in seiner Dokumentation um die Darstellung der Macht der Industrie und ihrer Lobbys, die Verstrickung der Politik in diese Machtstrukturen, um Profit, Scheinheiligkeit und um bewusste Fehlinformation anhand des Verbots der Glühbirne.
Er will wissen, wie es demokratiepolitisch möglich sein kann, dass die Politik, unter dem starken Einfluss von Wirtschaftsvertretern und Lobbyisten, entscheidet, welche Produkte der Bürger verwenden darf und welche nicht. Und wie man sich gegen die staatliche Bevormundung wehren kann.

Bulp Fiction teilt die Geister. Die einen sehen in ihm eine Dokumentation, die die Absurdität der Einführung der Energiesparlampe aufdeckt und anhand der Glühlampe zeigt, wie mithilfe „geplanter Obsoleszens“ Konsum und Umsatz gesteigert werden können. Die anderen brandmarken den Film als Propagandastreifen gegen die Energiesparlampe, der außerdem ausblende, dass es zur herkömmlichen Glühbirne auch noch andere Alternativen gibt: Leuchtdioden (LED).