Wer Neuland gewinnt, verändert die Gesellschaft. Das geschieht, indem das gesellschaftliche Miteinander neu begründet oder die Lebensqualitättät vor Ort verbessert wird. Dabei sind es nicht immer die großen Entwürfe in die Zukunft, um die es geht, sondern es ist die mühsame Arbeit ein leeres Gebäude wieder mit Leben zu füllen, einen alten Bahnhof wieder in Gang zu bringen oder die Nachbarn zu bewegen, einander im PKW mitzunehmen. Nach mehr als zwei Jahren ziehen die ersten Neulandgewinner ihre eigenen Bilanzen. Ihre Mentoren haben die Erfahrungen zusammengetragen, um auch andere zum Neuland gewinnen anzustiften.

Erhältlich im Buchhandel oder portofrei unter beim Christoph Links Verlag, 272 Seiten, viele farbige Abbildungen, 25 Euro, ISBN 978-3-86153-949-0

Wie Politik und Wirtschaft das Klima anheizen, Natur vernichten und Armut produzieren.

Kathrin Hartmann, Karl Blessing Verlag, 2015, 448 Seiten

Wirtschaftswachstum und überbordender Konsum, so die frohe Botschaft der sogenannten dritten industriellen Revolution, sind gut für die Welt, solange sie innovativ und intelligent gemacht sind. Mit ihr werden wir auch den Klimawandel meistern. Die technikbegeisterte Mittelschicht hört das gern. Für die Autorin und Journalistin Kathrin Hartmann entpuppt sich grünes Wachstum als ein Heilsversprechen großer Teile unserer Elite in Wirtschaft und Politik. Doch auch der Rohstoffhunger des grünen Kapitalismus ist riesig: Selbst für nachhaltiges Palmöl, das in Biodiesel und Fertigprodukten steckt, werden Regenwälder gerodet und Menschen vertrieben. Wenn es um den Kampf gegen die Erderwärmung geht, setzen viele Experten auf den Umbau der Wirtschaft zu einer Green Economy. Zu Unrecht, findet Autorin des Buchs "Aus kontrolliertem Raubbau." Das, was als grünes Wachstum deklariert werde, habe schwerwiegende Nebenwirkungen. Sie spricht von einem grünen Kolonialismus, der nur den Rohstoffhunger der westlichen Welt stillt. "Auch im grünen Kapitalismus bleiben die altbekannten Macht-, Besitz- und Produktionsverhältnisse bestehen. Lange Zeit hat der reiche Westen diese Grenzen in die Länder des Südens ausgedehnt … . Jetzt bürdet er den Menschen dort auch noch die Lösungen seiner Energie- und Klimaprobleme auf."

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Der Konzernatlas zeigt Daten und Fakten über die Agrar- und Lebensmittelindustrie und ist ein Kooperationsprojekt von Heinrich-Böll-Stiftung, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Oxfam Deutschland, Germanwatch und Le Monde diplomatique. Er beleuchtet die Aufteilung der Lebensmittelproduktion unter den großen Konzernen und dem Trend zur Machtkonzentration. Übernahmen wie die von Monsanto durch Bayer oder die Aufteilung der Märkte von Kaisers/ Tengelmann zwischen Rewe und Edeka sind nur die Spitze eines Eisberges, zu dem eine problematische Marktmacht und großer politischer Einfluss gehören. Außerdem wird die weltweite Verantwortung der industriellen Landwirtschaft für gravierende Klima- und Umweltprobleme aufgezeigt.

Hier gibt es den Konzernatlas zum kostenlosen download.

Im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens „Entwicklung von Kriterien und Indikatoren für die Ausweisung nachhaltiger Tourismusdestinationen“ wurden rund 1400 national und international existierende Destinationskriterien für nachhaltigen Tourismus miteinander verglichen und evaluiert. Dieser Praxisleitfaden dokumentiert das Ergebnis des Vorhabens: Ein 40-teiliges, bundesweit anwendbares Kriterien-Set, das sowohl den Anspruch der Praxistauglichkeit als auch wichtige Anforderungen bereits bestehender Systeme erfüllt.

Webseite des Deutschen Tourismusverband

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Ein von regionalen Akteuren unter Beteiligung kommunaler Partner entwickelter Windpark stärkt die regionale Wertschöpfung fast achteinhalb Mal so stark wie ein von externen Projektierern gebauter. Das hat eine von der Stadtwerke Union Nordhessen (SUN) beim IdE Institut für dezentrale Energietechnologien beauftragte Studie ergeben.

http://www.sun-stadtwerke.de/fileadmin/dokumente/broschueren/2015_31_05_RWS_Abgabeversion_Kurz.pdf

März 2016. Sollte Nachhaltigkeit im Grundgesetz verankert werden? Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) hat diese Frage im Rahmen der nationalen Umsetzung der Globalen Nachhaltigkeitsziele aufgeworfen und ein Rechtsgutachten zum Verfassungsrang für Nachhaltigkeit in Auftrag gegeben. 

Der Leitfaden möchte OrganisatorInnen und PlanerInnen von Veranstaltungen Hilfestellung zur Umsetzung von Veranstaltungen unter nachhaltigen Aspekten geben.

Den Leitfaden finden Sie hier oder als PDF im Anhang.

 

Die Europäische Kommission hat ihr Handbuch zur umweltgerechten öffentlichen Beschaffung überarbeitet. Die dritte Auflage von „Buying Green! – A handbook on green public procurement“ umfasst Leitlinien, wie Umwelterwägungen im Rahmen des aktuellen EU-Rechts in jeder Phase des Beschaffungsprozesses berücksichtigt werden können. Darüber hinaus werden branchenspezifische nachhaltige Ansätze für die öffentliche Beschaffung von Gebäuden, Lebensmitteln und Catering-Services, Straßenfahrzeugen und energiebetriebenen Produkten vorgestellt. Praktische Beispiele von öffentlichen Auftraggebern quer durch die EU-Mitgliedstaaten runden das Handbuch ab. Die dritte Ausgabe steht bisher nur in englischer Sprache zur Verfügung, wird aber wie die Vorgängerausgaben bald auch in andere Sprachen übersetzt werden.

http://ec.europa.eu/environment/gpp/pdf/Buying-Green-Handbook-3rd-Edition.pdf

Wie gut sind Deutschlands Kreise und Städte für die Zukunft aufgestellt? Zukunftschancen in ostdeutschen Städten sind größer als auf dem Land.

In Deutschland schließt sich die Schere zwischen entwicklungsstarken und -schwachen Regionen nicht. Das geht aus dem neuen Zukunftsatlas des Prognos-Instituts hervor. Stark ist demnach vor allem der Süden, an der Spitze des Rankings steht erneut München. Der Osten kann insgesamt noch immer nicht mithalten. Eine Ausnahme bilden größere ostdeutsche Städte wie Leipzig, Chemnitz und Weimar, die wirtschaftlich deutlich aufgeholt haben. Als besonders chancenreiche Städte gelten dem Zukunftsatlas zufolge Jena und Dresden. Kommunen und Landkreise in Sachsen-Anhalt haben dagegen schlechte Perspektiven. So wird der Landkreis Stendal auf Platz 402 und damit auf dem letzten Rang gelistet.

Der Prognos Zukunftsatlas bewertet die Zukunftschancen und -risiken aller 402 Kreise und kreisfreien Städte Deutschlands. Er erscheint alle drei Jahre seit 2004. Damit ist er das einzige deutschlandweite Ranking, das regionale Entwicklungen über mehr als 10 Jahre sichtbar macht.

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Studie des Wuppertal-Institutes zeigt strategische Perspektiven für Kommunen, Länder und Bund.

Welche Instrumente es für Kommunen und Bundes- wie Länderregierungen gibt, Anreize für ein ressourcenschonendes Leben zu schaffen, Flächen, Energie oder Material einzusparen, zeigt eine neue Studie des Wuppertal Instituts. Empfohlen werden darin Maßnahmen für die Bereiche Wohnen, Mobilität und öffentliche Ausschreibungen. So könnten beispielsweise im Bereich Wohnen Kommunen den teils erheblichen Leerstand von Büros nutzen und deren Umbau zu Wohnungen unterstützen. Auch die Förderung von genossenschaftlichem Wohnen mit geteilten Wohn-, Arbeits- und Gemeinschaftsräumen würde zur Ressourcenschonung beitragen, wie Beispiele in der Studie zeigten. Eine bundesweite Beschränkung des Neubaus würde es den Kommunen ermöglichen, sich vorhandenen Alternativen zuzuwenden, ohne Wettbewerbsnachteile befürchten zu müssen.

Die Studie "Kommunale Suffizienzpolitik. Strategische Perspektiven für Städte, Länder und Bund" steht auf der Website des BUND zum Download zur Verfügung.