Was freiwilliges Engagement für die Regionen leistet

Die Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung von 2011 untersucht, welche Folgen Bevölkerungsschwund und Alterung für die Entwicklung der Regionen haben.

Aus dem Inhalt:

Besonders auf regionaler Ebene treten (..) die demografischen Verwerfungen innerhalb Deutschlands immer deutlicher hervor. Rund die Hälfte aller Landkreise und kreisfreien Städte hat seit 2002 mehr als ein Prozent der Einwohner verloren – viele von ihnen, vor allem im Osten, deutlich mehr.

Doch die einst klare Trennung zwischen Ost und West schwindet. Weil (...) mittlerweile auch viele ländliche Gebiete im Westen unter Nachwuchsmangel und der Abwanderung junger Menschen leiden, wird der demografische Wandel immer mehr zu einer Krise der peripheren ländlichen Räume.

Berlin-Institut

Der ländliche Raum auf der Suche nach einer neuen Zukunft

Zwei Jahrzehnte lang war vor allem Ostdeutschland ein Experimentierfeld des Stadtumbaus, haben doch viele Städte mehr als ein Viertel ihre Einwohner verloren. Und auch in alten Industriestädten des Westens wie Gelsenkirchen oder Bremerhaven suchten Stadtplaner Antworten auf die starke Schrumpfung der Stadtbevölkerung.

Doch für schrumpfende Dörfer im ländlichen Raum gibt es solche Antworten bisher kaum. Dort verschlechtert sich die infrastrukturelle Versorgung aufgrund zu weniger Nutzer.

Freiwilliges Engagement der Bürger kann unter diesen Umständen über Zukunftsfähigkeit oder Niedergang eines Ortes entscheiden. Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung hat im Rahmen der im März 2011 bereits zum dritten Mal vorgelegten Regionalstudie „Die demografische Lage der Nation“ die Situation von Engagierten in sechs deutsche Landkreisen und Städten untersucht, die vom demografischen Wandel besonders betroffen sind.