foodwatch-Report: "Die Hungermacher - wie Deutsche Bank, Goldman Sachs & Co. auf Kosten der Ärmsten mit Lebensmitteln spekulieren"

Etwa eine Milliarde Menschen auf der Welt hungern. Für manche ist das ein gutes Geschäft. Die Deutsche Bank ist zum Beispiel dadurch unangenehm aufgefallen, dass sie auf Frankfurter Brötchentüten für Anlagen in Agrarrohstoffen warb.

Doch „einen Einfluss solcher Spekulationsgeschäfte auf die tatsächlichen Nahrungsmittelpreise leugnet die Finanzindustrie“ schreibt die Verbraucherorganisation foodwatch. Mit dem Report „Die Hungermacher“ belegt foodwatch nun, dass diese Spekulationsgeschäfte tatsächlich die Preise für Nahrungsmittel treiben und sich die Banken damit am Hunger in der Welt mit schuldig machen. Der Report zeigt aber auch, wie unentschlossen die Politik dieser Zockerei im globalen Rohstoff-Kasino zusieht.

Der Report zeichnet die Entwicklung der letzten Jahre nach, zeigt den Anteil der Spekulationen am Rohstoffboom und stellt Forderungen auf, wie der Machtkampf um die Preishoheit zu durchbrechen wäre.

Die große Deregulierung um die Jahrtausendwende hat den Rohstoff-Handel für institutionelle Anleger wie Index- Investoren attraktiv gemacht. Mittlerweile hat das Ausmaß der Spekulation überhandgenommen: So lag der Anteil der zu rein spekulativen Zwecken gehaltenen Weizen-Kontrakte an der Chicagoer Börse bis 1999 bei 20 bis 30 Prozent – heute beträgt er bis zu 80 Prozent. Anleger haben bislang 600 Milliarden Dollar an den Rohstoffbörsen investiert – das entspricht etwa einem Zehntel des Wertes aller weltweit gehandelten Aktien.

hier geht’s zum Report www.foodwatch.de