Ostdeutschland 2020 – Die Zukunft des „Aufbau Ost“
Neue Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung

Die Studie bearbeitet die Frage, wie es mit dem „Aufbau Ost“ nach Auslaufen des Solidarpakts II im Jahr 2019 weitergehen soll. Da das Ziel angeglichener Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland bis dahin nicht erreicht sein wird, unterbreitet die Studie Vorschläge, mit welchen Instrumenten eine zielgenaue Förderung in Ostdeutschland in Zukunft erreicht werden kann.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat bei der Universität Halle in Zusammenarbeit mit dem ifo-Institut Dresden eine Studie über die Zukunft des Aufbaus Ost in Auftrag gegeben. Die Autor/innen haben dabei Expert/innen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Verbänden und die Fachliteratur ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Angleichung der Lebensverhältnisse auch mittelfristig nicht erwartet wird, für einige Regionen sogar nie. 87% der Befragten sehen daher auch nach 2019 den Bedarf einer ostdeutschen Sonderförderung durch den Bund. Das Instrumentarium müsse aber modifiziert werden und stärker Innovationen sowie regionale Wachstumsschwerpunkte fördern. Vorschläge wie die Länderneugliederung oder ein „Solidarpakt III“ wurden kontrovers bewertet.

Autor/innen:
Prof. Dr. Everhard Holtmann, Universität Halle-Wittenberg
Dr. Joachim Ragnitz, ifo-Institut Dresden
Dr. Kerstin Völkl, Universität Halle-Wittenberg

Pressemitteilung
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