Zwischen Stabilität und demografischem Niedergang

Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, 2011

Die Studie bestätigt, was seit längerem bekannt ist:
Deutschlands Bevölkerung schrumpft und altert. Je kleiner die Orte und je weiter entfernt sie von wichtigen städtischen Zentren liegen, desto schwieriger ist ihre Lage.

Ländliche Gebiete leiden besonders unter der demografischen Entwicklung, weil es dort nicht nur an Nachwuchs mangelt, sondern auch weil insbesondere junge Menschen die Dörfer und Kleinstädte verlassen. Alte Arbeitsplätze, nicht nur in der Landwirtschaft, gehen verloren und neue entstehen überwiegend in den Metropolregionen.

Besonders dramatisch ist die Entwicklung in Ostdeutschland, wo fast zwei Drittel der ländlichen Gemeinden sogar mehr als fünf Prozent ihrer Bewohner verloren haben.

Jedoch:
Dörfer, die ein aktives soziales und kulturelles Leben aufweisen und in denen es ein starkes Gemeinschaftsgefühl gibt, haben deutlich bessere Chancen, dem  demografischen Wandel zu begegnen.

Je aktiver die Bürger, gemessen an der Anzahl eingetragener Vereine, umso demografisch stabiler ist ein Dorf. Und dies ist laut der Studie in den Neuen Bundesländern unabhängig von der Größe des Dorfes der Fall. Natürlich spielt auch die Infrastruktur hinsichtlich der Zukunftsfähigkeit der Dörfer eine wichtige Rolle.

Die Menschen in den entlegenen ländlichen Räumen, so die Autoren der Studie, müssen zu Pionieren des demografischen Wandels werden, indem sie „die Lösungen der Zukunft erfinden, die billiger effizienter und ressourcenschonender sind und deshalb für das ganze Land von Nutzen sein werden“.

zur Studie

http://www.berlin-institut.org/?id=833