Wolfgang M. Heckl, Hanser-Verlag, 2013

"The World in your hands: Packen wir's an!"
Die Industrie setzt – nach dem Motto ‚Langlebigkeit war gestern’ – auf einen zeitlich immer begrenzteren Gebrauch von Geräten. Viele Dinge sind schon kurz nach dem Kauf veraltet.
Wie können wir dieser Wegwerfkultur entkommen und lernen, Dinge wieder wertzuschätzen?
Indem wir wieder lernen zu reparieren!
Das schont nicht nur Ressourcen, sondern zeigt auch Wege zu mehr Autonomie von der Industrie auf und macht außerdem Spaß.

Wolfgang Heckl (Generaldirektor des Deutschen Museums in München) hat ein leidenschaftliches Plädoyer für eine intelligente Kultur der Reparatur geschrieben, in dem er Sinn und Möglichkeiten der Do-it-yourself-Bewegung aufzeigt.

Überall in Deutschland gibt es mittlerweile „Repair-Cafés“, in denen defekte Geräte in Besitzer-Selbst-Reparatur wieder funktionsfähig gemacht werden. Freiwillige Bastler und Experten stehen den reparaturwilligen Laien dabei zur Seite (s. Beitrag zu Repair-Cafés auf dieser Homepage).

Natürlich weiß auch Heckl, der sich als Teil der neuen Reparaturbewegung fühlt, dass nicht jeder ein begnadeter Bastler ist, der beim Anblick von Lötkolben glänzende Augen bekommt. Das muss auch nicht sein, sagt er, "Reparieren" sei ja letztlich eine Metapher für ein ganzes Bündel unterschiedlicher Maßnahmen im Umgang mit der Welt: lokal kaufen gehört dazu, tauschen, aber auch Gegenstände professionell reparieren zu lassen. Und natürlich Gegenstände zu nutzen, solange es geht.

"Die Kultur der Reparatur" ist ein praktisches Buch. Es macht Lust, etwas zu reparieren, es nimmt Anfängern die Scheu und Angst, etwas falsch zu machen.

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG 2013
ISBN-10: 3446436782
208 Seiten, 17,90 €

Leseprobe unter www.hanser-literaturverlage.de

Beitrag ARD: Die Kultur der Reparatur - Die Wegwerfgesellschaft als Auslaufmodell

Deutschlandfunk: Reparieren macht glücklich