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Nachhaltigkeit

Lange Woche der nachhaltigkeit

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30.Mai - 10.Juni 2018

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#tatenfuermorgen

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30.Mai - 5. (10.) Juni 2018

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Tag der Regionen

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21.Sept. - 7.Okt. 2018

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Ein Ansatz zur Entwicklung einer kommunalen Nachhaltigkeitssteuerung

Das vorliegende Handbuch unterstützt Kommunalverwaltungen bei der Entwicklung einer kommunalen, integrierten Nachhaltigkeitssteuerung. Basierend auf der Annahme, dass Kommunen einzigartig sind, ist auch für jede Kommunalverwaltung eine spezifische Nachhaltigkeitssteuerung (weiter) zu entwickeln. Individuelle Potenziale der Kommunalverwaltungen werden genutzt und Stolpersteine erkannt. Das Handbuch hilft Kommunalverwaltungen dabei, individuelle Potenziale zu nutzen und Stolpersteine zu erkennen. Es zeigt Wege auf, wie Kommunalverwaltungen selbst nachhaltig handeln können.

Der wwf untersucht in dieser Studie (2015) die Verluste an lebensmitteltauglichen Produkten entlang der gesamten Wertschöpfungsketten, also vom Feld bis zum Teller, und kommt zu dem Schluss: sie sind enorm – weltweit, aber auch in Deutschland.

Über 18 Mio. t Nahrungsmittel landen in Deutschland pro Jahr in der Tonne, davon wären bereits heute 10 Mio. vermeidbar. Insgesamt gehen in Deutschland, wenn die gesamte  Wertschöpfungskette bis hin zum Endverbraucher betrachtet wird, über 18 Mio. t Nahrungsmittel verloren. Dies entspricht fast einem Drittel des aktuellen Nahrungsmittel verbrauchs
Deutschlands (54,5 Mio. t). Davon wären über die Hälfte vermeidbar, fast 10 Mio. t. Mit anderen Worten: 10 Mio. t an genusstauglichen Nahrungsmitteln,die unter hohem Arbeits- und Ressourcenaufwand produziert worden sind, landen letztendlich irgendwo entlang der Wertschöpfungskette oder beim Endverbraucher im Müll. Besonders hoch sind dabei die Tonnagen an vermeidbaren Verlusten bei Getreideerzeugnissen mit knapp 2 Mio. t (vor allem Brot und Backwaren) sowie bei Obst und Gemüse mit jeweils ca. 1,5 Mio. t. Auch Kartoffel- und Milcherzeugnisse gehen mit jeweils über 1 Mio. t noch in einem beachtlichen Ausmaß verloren. Gerade für Produkte wie Getreide, Kartoffeln und Milch ist dies bedenklich, da die  Vermeidbarkeit von Verlusten hier als vergleichsweise hoch eingestuft wird....
 

Die Nachfrage nach regionalen Lebensmitteln in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist ungebrochen. Das geht aus einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney hervor. Dazu wurden im Juni dieses Jahres 1.000 Verbraucher in den drei Ländern befragt. Gegenüber dem Vorjahr kaufen 35 Prozent mehr Verbraucher wöchentlich regionale Lebensmittel. Zudem ist der Anteil Verbraucher, bei dem regionale Lebensmittel einen Anteil von 20 Prozent und mehr am Warenkorb ausmachen, innerhalb eines Jahres um 10 Prozent gestiegen. Nach wie vor ist der Begriff der Regionalität nicht einheitlich definiert, doch die Transparenz wächst, etwa mit der Einführung der freiwilligen Kennzeichnung des Regionalfensters in Deutschland. Darüber hinaus erkennen die Verbraucher regionale Lebensmittel vor allem an ihrer Verpackung/Aufschrift, an der Direktvermarktung etwa auf Wochenmärkten, in Hofläden und über Abo-Kisten und anhand von regionalen Handelsmarken. Regionale Lebensmittel kaufen 48 Prozent der DACH-Konsumenten in großen Supermärkten ein, 43 Prozent auf Wochenmärkten/bei Biobauern, 39 Prozent in kleinen Supermärkten und 29 Prozent bei Discountern. Die Befragten nennen vor allem Geschmack und Frische als die wichtigsten Faktoren bei ihrer Kaufentscheidung. Zwar hat der Einzelhandel im letzten Jahr schon viele Maßnahmen ergriffen, um von diesem wachsenden Markt zu profitieren. Zusätzliche Potenziale kann er jedoch erschließen, in dem er weiterhin für eine differenzierte Preisgestaltung sorgt, das Angebot ausweitet und mit mehr Transparenz das Vertrauen der Verbraucher stärkt.

Zur Studie (Kurzfassung)

Studie des Thünen-Instituts, 02/2013

Das Thünen-Institut hat im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) die Nahversorgung im ländlichen Raum untersucht und festgestellt, dass sich Versorgungseinrichtungen und Lebensmittelmärkte zunehmend aus kleineren Orten zurückziehen. Trotzdem stellen Gemeinden nur wenige Förderanträge, um die Versorgungslücke zu schließen.

Ziel des Forschungsprojektes war es, einen systematischen Überblick über aktuelle Handlungsansätze zur Sicherung der Nahversorgung in ländlichen Räumen zu gewinnen. Die verschiedenen Versorgungskonzepte wurden auch auf ihre Übertragbarkeit überprüft. Ergänzt wurde die Untersuchung mit ausländischen Beispielen – aus Finnland, den Niederlanden, Österreich, Frankreich, Großbritannien und der Schweiz.

Die Studie, die auf der Website des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) veröffentlich ist, stellt zudem Dorfläden vor, die erfolgreich wirtschaften.

zur Studie

Christina Emmermann
Stakeholderbasierte Nachhaltigkeitsbewertung von Produkten - Kriterienkatalog für Lebensmittel

»Der Mensch ist, was er isst« – in einer von Lebensmittelkonzernen geprägten, globalisierten Welt erhält dieser Satz eine neue Bedeutung: Von Erzeugung über Weiterverarbeitung bis zu Vermarktung und Verkauf nimmt die Branche großen Einfluss auf die soziale und natürliche Umwelt, von einer nachhaltigen Produktion ist sie jedoch noch weit entfernt. Dieses Buch untersucht die Auswirkungen der Herstellung von Back- und Süßwaren, Fleisch, Milch sowie von Obst und Gemüse auf Ökologie, Ökonomie und Soziales sowie entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Und es gibt einen Überblick, welche Handlungen dem Anspruch eines nachhaltig wirtschaftenden Unternehmens entgegenstehen. Daneben werden Antworten auf die Frage formuliert, wie den Produzenten geholfen werden kann, ihre Arbeit richtig einzuschätzen und die nötige Verantwortung für ihr Wirtschaften nicht nur zu benennen sondern auch zu übernehmen. Unter besonderer Berücksichtigung des Stakeholder-Ansatzes entwickelt die Autorin Kriterienkataloge, die den Unternehmen eine klare Analyse bieten und von Lebensmittelherstellern als konkrete Anleitung genutzt werden können.

410 Seiten, oekom verlag München, 2014
ISBN-13: 9783865814890

Was Bevölkerungsrückgang für die Versorgung ländlicher Regionen bedeutet

In der im September (09.09.2013) gemeinsam veröffentlichten Studie „Vielfalt statt Gleichwertigkeit“ stellen das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung und das Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) Potsdam den gesetzlich festgeschriebenen Grundsatz der Gleichwertigkeit in Frage. Dieser Grundsatz, der die Angleichung zwischen armen und reichen Regionen leitet, sei heute angesichts der demografischen Entwicklung fehl am Platz, so der Direktor des Berlin-Instituts Reiner Klingholz.

Deshalb müsse man die Frage stellen, ob die Gleichwertigkeit innerhalb Deutschlands noch sinnvoll ist. Denn dieser Grundsatz stehe einer nachhaltigen Raumentwicklung im Weg. Er zementiere die Vorstellung davon, dass eine einheitliche Versorgung in Stadt und Land möglich sei und blockiere die dringend notwendige Entwicklung von umsetzbaren Versorgungskonzepten für dünn besiedelte Regionen.

Wolfgang M. Heckl, Hanser-Verlag, 2013

"The World in your hands: Packen wir's an!"
Die Industrie setzt – nach dem Motto ‚Langlebigkeit war gestern’ – auf einen zeitlich immer begrenzteren Gebrauch von Geräten. Viele Dinge sind schon kurz nach dem Kauf veraltet.
Wie können wir dieser Wegwerfkultur entkommen und lernen, Dinge wieder wertzuschätzen?
Indem wir wieder lernen zu reparieren!
Das schont nicht nur Ressourcen, sondern zeigt auch Wege zu mehr Autonomie von der Industrie auf und macht außerdem Spaß.

Wolfgang Heckl (Generaldirektor des Deutschen Museums in München) hat ein leidenschaftliches Plädoyer für eine intelligente Kultur der Reparatur geschrieben, in dem er Sinn und Möglichkeiten der Do-it-yourself-Bewegung aufzeigt.

Überall in Deutschland gibt es mittlerweile „Repair-Cafés“, in denen defekte Geräte in Besitzer-Selbst-Reparatur wieder funktionsfähig gemacht werden. Freiwillige Bastler und Experten stehen den reparaturwilligen Laien dabei zur Seite (s. Beitrag zu Repair-Cafés auf dieser Homepage).

Natürlich weiß auch Heckl, der sich als Teil der neuen Reparaturbewegung fühlt, dass nicht jeder ein begnadeter Bastler ist, der beim Anblick von Lötkolben glänzende Augen bekommt. Das muss auch nicht sein, sagt er, "Reparieren" sei ja letztlich eine Metapher für ein ganzes Bündel unterschiedlicher Maßnahmen im Umgang mit der Welt: lokal kaufen gehört dazu, tauschen, aber auch Gegenstände professionell reparieren zu lassen. Und natürlich Gegenstände zu nutzen, solange es geht.

"Die Kultur der Reparatur" ist ein praktisches Buch. Es macht Lust, etwas zu reparieren, es nimmt Anfängern die Scheu und Angst, etwas falsch zu machen.

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG 2013
ISBN-10: 3446436782
208 Seiten, 17,90 €

Leseprobe unter www.hanser-literaturverlage.de

Deutschlandfunk: Reparieren macht glücklich



Auf der Ebene der Bundesländer sind Nachhaltigkeitsstrategien bis heute (noch) nicht flächendeckend verabschiedet und umgesetzt worden. Die verabschiedeten Strategien unterscheiden sich zudem sowohl im Hinblick auf das Themenspektrum als auch in Bezug auf ihre Bindungswirkung in den politischen und gesellschaftlichen Alltag hinein. Dem Umstand ging eine Studie des Wuppertal Instituts nach, die im Rahmen des Projektes "Nachhaltigkeitsstrategien erfolgreich entwickeln" der Bertelsmann Stiftung entstanden ist und vom NRW-Umweltministerium gefördert wurde. Die "Untersuchung von Nachhaltigkeitsstrategien in Deutschland und auf EU-Ebene" befasst sich anhand der Themenfelder "Nachhaltiges Wirtschaften", "Nachhaltige Finanzpolitik", "Bildung für nachhaltige Entwicklung", "Nachhaltige gesellschaftliche Teilhabe" und "Jugendbeteiligung" mit dem Stand der Strategieentwicklung in den einzelnen Bundesländern. Sie zeigt Best-Practice-Beispiele zu allen Themenfeldern auf, die auch in anderen Ländern einsetzbar wären.
Die Studie steht auf der Homepage der Bertelsmann Stiftung zum Download bereit.