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Nachhaltigkeit

Lange Woche der nachhaltigkeit

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30.Mai - 10.Juni 2018

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#tatenfuermorgen

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30.Mai - 5. (10.) Juni 2018

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Tag der Regionen

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21.Sept. - 7.Okt. 2018

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Was Bevölkerungsrückgang für die Versorgung ländlicher Regionen bedeutet

In der im September (09.09.2013) gemeinsam veröffentlichten Studie „Vielfalt statt Gleichwertigkeit“ stellen das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung und das Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) Potsdam den gesetzlich festgeschriebenen Grundsatz der Gleichwertigkeit in Frage. Dieser Grundsatz, der die Angleichung zwischen armen und reichen Regionen leitet, sei heute angesichts der demografischen Entwicklung fehl am Platz, so der Direktor des Berlin-Instituts Reiner Klingholz.

Deshalb müsse man die Frage stellen, ob die Gleichwertigkeit innerhalb Deutschlands noch sinnvoll ist. Denn dieser Grundsatz stehe einer nachhaltigen Raumentwicklung im Weg. Er zementiere die Vorstellung davon, dass eine einheitliche Versorgung in Stadt und Land möglich sei und blockiere die dringend notwendige Entwicklung von umsetzbaren Versorgungskonzepten für dünn besiedelte Regionen.

Wolfgang M. Heckl, Hanser-Verlag, 2013

"The World in your hands: Packen wir's an!"
Die Industrie setzt – nach dem Motto ‚Langlebigkeit war gestern’ – auf einen zeitlich immer begrenzteren Gebrauch von Geräten. Viele Dinge sind schon kurz nach dem Kauf veraltet.
Wie können wir dieser Wegwerfkultur entkommen und lernen, Dinge wieder wertzuschätzen?
Indem wir wieder lernen zu reparieren!
Das schont nicht nur Ressourcen, sondern zeigt auch Wege zu mehr Autonomie von der Industrie auf und macht außerdem Spaß.

Wolfgang Heckl (Generaldirektor des Deutschen Museums in München) hat ein leidenschaftliches Plädoyer für eine intelligente Kultur der Reparatur geschrieben, in dem er Sinn und Möglichkeiten der Do-it-yourself-Bewegung aufzeigt.

Überall in Deutschland gibt es mittlerweile „Repair-Cafés“, in denen defekte Geräte in Besitzer-Selbst-Reparatur wieder funktionsfähig gemacht werden. Freiwillige Bastler und Experten stehen den reparaturwilligen Laien dabei zur Seite (s. Beitrag zu Repair-Cafés auf dieser Homepage).

Natürlich weiß auch Heckl, der sich als Teil der neuen Reparaturbewegung fühlt, dass nicht jeder ein begnadeter Bastler ist, der beim Anblick von Lötkolben glänzende Augen bekommt. Das muss auch nicht sein, sagt er, "Reparieren" sei ja letztlich eine Metapher für ein ganzes Bündel unterschiedlicher Maßnahmen im Umgang mit der Welt: lokal kaufen gehört dazu, tauschen, aber auch Gegenstände professionell reparieren zu lassen. Und natürlich Gegenstände zu nutzen, solange es geht.

"Die Kultur der Reparatur" ist ein praktisches Buch. Es macht Lust, etwas zu reparieren, es nimmt Anfängern die Scheu und Angst, etwas falsch zu machen.

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG 2013
ISBN-10: 3446436782
208 Seiten, 17,90 €

Leseprobe unter www.hanser-literaturverlage.de

Beitrag ARD: Die Kultur der Reparatur - Die Wegwerfgesellschaft als Auslaufmodell

Deutschlandfunk: Reparieren macht glücklich



Auf der Ebene der Bundesländer sind Nachhaltigkeitsstrategien bis heute (noch) nicht flächendeckend verabschiedet und umgesetzt worden. Die verabschiedeten Strategien unterscheiden sich zudem sowohl im Hinblick auf das Themenspektrum als auch in Bezug auf ihre Bindungswirkung in den politischen und gesellschaftlichen Alltag hinein. Dem Umstand ging eine Studie des Wuppertal Instituts nach, die im Rahmen des Projektes "Nachhaltigkeitsstrategien erfolgreich entwickeln" der Bertelsmann Stiftung entstanden ist und vom NRW-Umweltministerium gefördert wurde. Die "Untersuchung von Nachhaltigkeitsstrategien in Deutschland und auf EU-Ebene" befasst sich anhand der Themenfelder "Nachhaltiges Wirtschaften", "Nachhaltige Finanzpolitik", "Bildung für nachhaltige Entwicklung", "Nachhaltige gesellschaftliche Teilhabe" und "Jugendbeteiligung" mit dem Stand der Strategieentwicklung in den einzelnen Bundesländern. Sie zeigt Best-Practice-Beispiele zu allen Themenfeldern auf, die auch in anderen Ländern einsetzbar wären.
Die Studie steht auf der Homepage der Bertelsmann Stiftung zum Download bereit.

BMVBS-Studie zeigt, dass es keine einheitliche Lösungsstrategie geben kann Das „Aktionsprogramms regionale Daseinsvorsorge“ hat in 21 deutschen Modellregionen Maßnahmen der Daseinsvorsorge erprobt. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei dem sektorübergreifenden Arbeiten. Die anknüpfende Begleitforschung erweitert die Perspektive auf die demografischen Herausforderungen in Europa, das jeweilige nationale Problembewusstsein, das spezifische Begriffsverständnis von Daseinsvorsorge und deren Verankerung in politisch-administrativen Strukturen.

Raumpioniere in ländlichen Regionen
Neue Wege der Daseinsvorsorge
Faber, Kerstin/ Oswalt, Phillipp (Hg.), Verlag Spector Books, 2013

Eine Streitschrift aus Sachsen-Anhalt

Mehr Handlungsspielräume, mehr Bürgerinitiative, weniger Staat !
Das im März 2013 herausgegebene Buch sucht Antworten auf die akute Frage, wie Bürger und Politik mit der Schrumpfung im ländlichen Raum umgehen können. Es analysiert den Status quo ländlicher Regionen, skizziert Konzepte einer neuen Raumpolitik, stellt ein Dutzend Projekte aus der Praxis vor und führt hierzu eine Debatte mit Raumpionieren, Politikern, Wissenschaftlern und Künstlern. Es werden Lösungsansätze vorgestellt, die einerseits mehr Eigenverantwortlichkeit von den Bürgern und andererseits einen passenden rechtlichen Rahmen, der den Raum für die Selbstorganisation schafft, von der Politik erforderlich machen. Für drei Regionen Sachsen-Anhalts werden z.B. Szenarien im Jahr 2050 entworfen – für den Harz, Anhalt und die Altmark. „Die Szenarien sind ein Versuch, mit aufgeworfenen Themen und Fragestellungen weiterzuarbeiten, in einem größeren regionalen Kontext", so die Mitherausgeberin Kerstin Faber.

Im Frühjahr 2013 veröffentlicht die AG Hochschule der UN-Dekade eine neue Broschüre. Unter dem Titel "Hochschulen für eine nachhaltige Entwicklung - Ideen zur Institutionalisierung und Implementierung" wird gezeigt, wie BNE an Hochschulen verankert werden kann. Neben Praxisbeispielen stellt die Arbeitsgruppe auch die Voraussetzungen dafür und unterschiedliche Sichtweisen auf das Thema vor. Sie können die Broschüre schon jetzt unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! kostenlos vorbestellen.

Wie Gemeinschaften ohne Geld Werte schaffen

Alexander Dill, oekom Verlag, 2012

Dill erzählt in seinem Buch von einem Wohlstand, der entsteht, weil Menschen einander brauchen, um ein gelingendes Leben zu führen. Der „ökonomische Erfolgsfaktor“ heißt hier „Sozialkapital“ – definiert als die Summe der nicht in Geld messbaren Werte, der nicht materiellen Reichtümer von Gemeinschaften.

Der Grundgedanke des nicht missionarischen, sondern nachdenkenswerten Buchs ist: Nicht als Wirtschaftsmacht mit unbezahlbaren Infrastrukturprojekten, sondern mit dem Wiederaufleben von Vertrauen, Schenkwilligkeit, Freundlichkeit, Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft schöpfe ein Staat seinen immateriellen Gemeinschaftsreichtum aus.

Das Durchleben einer Finanzkrise könne ein hilfreicher Anstoß sein, auch wenn die Folgen des Rückbaus der Finanzwirtschaft unbequem wären: statt Schuldenwachstum geschmälerter Wohlstand und Knappheit.

Warum ökologisch korrekter Konsum die Umwelt nicht retten kann.

Armin Grunwald, oekom verlag München, 2012, 128 Seiten, 9,95 €

Endlich! Ein Buch, das das Bild vom Konsumenten korrigiert und seine Macht relativiert.

Der Konsument, so die bisherige Lesart, soll die Umwelt retten, indem er nachhaltiger konsumiert: bewusster, sparsamer, sozial verantwortlicher. Wird er sich seiner Macht bewusst, so die Annahme, zwingt er Industrie und Handel umweltfreundlichere Produkte herzustellen und anzubieten.

Umweltschützer und Ökologen sehen deshalb im Konsumenten eine Ressource, die es zu aktivieren gilt. Werbefachleute wissen jedoch, dass das bedürfnismanipulierte Reiz-Reaktions-Schema noch nicht am Ende ist. Und Politik und Wirtschaft sehen im Konsumentenverhalten ein Alibi, um sich aus der Verantwortung zu stehlen.

Statt Konsumverantwortung, so der Autor, müsse die politische Dimension der Nachhaltigkeit ins Zentrum gerückt werden. Es gehe letztlich darum, „den Kurs grundlegend zu ändern“.