Wie Gemeinschaften ohne Geld Werte schaffen

Alexander Dill, oekom Verlag, 2012

Dill erzählt in seinem Buch von einem Wohlstand, der entsteht, weil Menschen einander brauchen, um ein gelingendes Leben zu führen. Der „ökonomische Erfolgsfaktor“ heißt hier „Sozialkapital“ – definiert als die Summe der nicht in Geld messbaren Werte, der nicht materiellen Reichtümer von Gemeinschaften.

Der Grundgedanke des nicht missionarischen, sondern nachdenkenswerten Buchs ist: Nicht als Wirtschaftsmacht mit unbezahlbaren Infrastrukturprojekten, sondern mit dem Wiederaufleben von Vertrauen, Schenkwilligkeit, Freundlichkeit, Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft schöpfe ein Staat seinen immateriellen Gemeinschaftsreichtum aus.

Das Durchleben einer Finanzkrise könne ein hilfreicher Anstoß sein, auch wenn die Folgen des Rückbaus der Finanzwirtschaft unbequem wären: statt Schuldenwachstum geschmälerter Wohlstand und Knappheit.

Warum ökologisch korrekter Konsum die Umwelt nicht retten kann.

Armin Grunwald, oekom verlag München, 2012, 128 Seiten, 9,95 €

Endlich! Ein Buch, das das Bild vom Konsumenten korrigiert und seine Macht relativiert.

Der Konsument, so die bisherige Lesart, soll die Umwelt retten, indem er nachhaltiger konsumiert: bewusster, sparsamer, sozial verantwortlicher. Wird er sich seiner Macht bewusst, so die Annahme, zwingt er Industrie und Handel umweltfreundlichere Produkte herzustellen und anzubieten.

Umweltschützer und Ökologen sehen deshalb im Konsumenten eine Ressource, die es zu aktivieren gilt. Werbefachleute wissen jedoch, dass das bedürfnismanipulierte Reiz-Reaktions-Schema noch nicht am Ende ist. Und Politik und Wirtschaft sehen im Konsumentenverhalten ein Alibi, um sich aus der Verantwortung zu stehlen.

Statt Konsumverantwortung, so der Autor, müsse die politische Dimension der Nachhaltigkeit ins Zentrum gerückt werden. Es gehe letztlich darum, „den Kurs grundlegend zu ändern“.

... und prophezeit massive Schäden für Mensch und Planet. Der neue Report warnt eindringlich vor Folgen des Klimawandels.
1972 hieß der Bericht "Die Grenzen des Wachstums", der neue Bericht gibt der Menschheit, ihrer Art zu wirtschaften und jedem einzelnen gedankenlosen Konsumenten erneut eine schallende Ohrfeige.
"2052" haben die Wissenschaftler um Jorgen Randers ihren Report zur Entwicklung der Menschheit und der Welt genannt. Eine nüchterne Zahl. Eine 40-Jahres-Vorschau mit einem Horror-Szenario, das wir bereits aus anderen Vorhersagen zum Thema Klimawandel oder Ressourcenausbeutung kennen.

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Ostdeutschland 2020 – Die Zukunft des „Aufbau Ost“
Neue Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung

Die Studie bearbeitet die Frage, wie es mit dem „Aufbau Ost“ nach Auslaufen des Solidarpakts II im Jahr 2019 weitergehen soll. Da das Ziel angeglichener Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland bis dahin nicht erreicht sein wird, unterbreitet die Studie Vorschläge, mit welchen Instrumenten eine zielgenaue Förderung in Ostdeutschland in Zukunft erreicht werden kann.

factory steht für industrielle Produktion und Fabrik, aber auch für den Faktor Y, um den sich der Ressourcenverbrauch ändern muss, damit nachfolgende Generationen gleiche Bedingungen vorfinden. Dieses Nachhaltigkeitsverständnis schließt ein, dass es um alle Aspekte Nachhaltigen Wirtschaftens geht, also neben Produktion und Dienstleistungen auch um die Seite des Konsums.

Ein Kilogramm Fleisch kann so klimaschädlich wie bis zu 1600 Kilometer Autofahrt sein

Eine aktuelle Studie aus Österreich und den Niederlanden zeigt, dass die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch in Brasilien mit 335 Kilogramm Kohlendioxid (CO2) genausoviel Treibhausgase erzeugt, wie eine Fahrt von über 1600 Kilometern eines durchschnittlichen europäischen PKWs! Rindfleisch aus den Niederlanden kommt immerhin auf 22 Kilogramm CO2 oder umgerechnet 111 Autokilometer.

Der Bundesverband der Regionalbewegung hat auf seiner Jahreshauptversammlung am 25.November ein Positionspapier zum Thema "Glaubwürdige Regionalvermarktung" verabschiedet.