Die Stiftungsgemeinschaft »anstiftung & ertomis« ist seit Anfang des Jahres die bundesweite Koordinierungsstelle für Repair Cafés. Mit Web- und Informationsangeboten sowie einem Vernetzungstreffen fördert sie die Verbreitung des Konzeptes in Deutschland. Repair Cafés sind Veranstaltungen, auf denen defekte Alltagsgegenstände wie Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräte, Textilien oder Spielzeuge in angenehmer Atmosphäre gemeinschaftlich repariert werden. Ehrenamtlich engagierte Helfer/innen und Reparatur-Expert/innen stellen ihre Fähigkeiten vor Ort zur Verfügung. Die Treffen sind weder kommerziell ausgerichtet noch sind sie als »kostenloser Reparatur-Service« zu verstehen. Vielmehr geht es darum, Hilfe zur Selbsthilfe zu organisieren und mit der öffentlichen Veranstaltung ein bewusstes Zeichen gegen die allgemeine Wegwerfmentalität zu setzen. Die Verbreitung von Repair Cafés wurde in den letzten Jahren maßgeblich durch die niederländische Non-Profit-Organisation »Stichting Repair Café« vorangetrieben. Ihr deutscher Kooperationspartner »anstiftung & ertomis« fördert nachhaltige Lebensstile und stärkt nachbarschaftliche Netzwerke.

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Wie können Wasser- und Energie-Infrastrukturen in ländlichen Regionen so miteinander kombiniert werden, dass sie die Ver- und Entsorgung sichern und gleichzeitig zur regionalen Wertschöpfung beitragen? Diese Frage untersuchte inter 3 in dem vom BMBF bis 2013 geförderten Modellprojekt in den ostdeutschen Modellregionen Elbe-Elster (Brandenburg) und Wittenberg (Sachsen-Anhalt). Entstanden ist u.a. ein Planer für regionale Wertschöpfungsketten.

Zum Planer

Die zehn größten Lebensmittelkonzerne sind weit davon entfernt, soziale und ökologische Standards bei der Produktion ihrer Lebensmittel zu erfüllen. Zu diesem Ergebnis kommt die Hilfs- und Entwicklungsorganisation Oxfam in ihrer neuen Studie „Behind the Brands“. Die Unternehmen Coca-Cola, Danone, Unilever, Kellogg’s, Mars, Mondelez, Nestlé, PepsiCo, General Mills und Associated British Food nähmen täglich zusammen etwa 1,1 Milliarden Dollar ein, so Oxfam. Dennoch bezahlten sie den Bäuerinnen und Bauern keinen fairen Preis. Außerdem fehlten Standards gegen das Landgrabbing und die Diskriminierung von Frauen. Keines der Unternehmen schneide in den Bereichen Land, Frauen, Bauern, Arbeiter, Klima, Transparenz oder Wasser gut ab. Oxfam fordert deshalb die Unternehmen auf, mehr Verantwortung zu übernehmen und verbindliche soziale und ökologische Standards zu entwickeln. Die Studie steht im Internet zum Download bereit.

www.oxfam.de/sites/www.oxfam.de/files/studie_behind_the_brands_260213.pdf

Förderung bis Ende September 2013 möglich

Die Aktion für nachhaltiges Holz bietet Städten und Gemeinden in Deutschland Unterstützung bei der rechtlich sicheren Beschaffung von nachhaltig produzierten Holzprodukten (z.B. Möbel, Parkett, Hochbau). Die Unterstützung wird auf die Bedürfnisse der teilnehmenden Gemeinden zugeschnitten und kann zu einer spezifischen Ausschreibung sein oder sich auf die Entwicklung einer Dienstanweisung oder Strategie beziehen. Bei Interesse kann das Engagement Ihrer Kommune anschließend in einer Fallstudie aufgearbeitet und europaweit publiziert werden.

Verbraucher attestieren Einzelhändlern ein zu geringes Nachhaltigkeitsengagement.

Das fand das Kölner Institut für Handelsforschung (IfH) mithilfe seines CSR-Trackers (Corporate-Social-Responsibility-Tracker) heraus. Demnach sehen nur 16 Prozent der Befragten ein bemerkenswertes Engagement in Bezug auf Nachhaltigkeit beim Einzelhandel. Besser schneiden dagegen die Hersteller ab. Diesen wird von 48 Prozent ein entsprechendes Engagement zugeordnet.

Gemüse für die Bürger, Räume für seltene Arten, Kosteneinsparung für die Kommune

Die Stadt Andernach in Rheinland-Pfalz geht neue Wege in ihrer Grünflächennutzung.
Städtische Grünflächen entsprachen bis 2010 auch in dem 30.000 Einwohner zählenden Städtchen dem typischen Bild: gepflegte Rasenflächen und klassische – jährlich mehrmals zu bepflanzende – Wechselbeete.

Damit ist nun Schluss. Ein Teil der städtischen Grünflachen wird jetzt für die urbane Landwirtschaft genutzt. Dadurch soll das städtische Grün im Rahmen einer nachhaltigen Stadtentwicklung nicht nur ästhetische Funktionen übernehmen, sondern auch ökologische und ökonomische.
So hält die Natur mit vielen vergessen Gemüsesorten und Wildpflanzen wieder Einzug in die Stadt.
2010 wurden vor dem Schloss rund 300 verschiedene Tomatensorten angepflanzt. Ein Jahr später 101 Bohnensorten. 2012 ist das Jahr der Zwiebelgewächse. Aber auch Kornblumen und das leuchtende Adonisröschen – das auf der roten Liste steht – blühen nun in der Stadt. Geplant sind auch Mandel-, Pfirsichbäume und Esskastanien.

Ein kostenloser Personennahverkehr als Antwort auf zunehmende Verkehrsstaus und steigende Unfallzahlen aufgrund des wachsenden Individualverkehrs.
Das soll ab 2013 in der estischen Hauptstadt Tallin Wirklichkeit werden. 75,5 Prozent der Bürger/innen stimmten in einen Referendum für einen „kostenlosen öffentlichen Transport“ für alle Stadtbewohner.

"Nachhaltigkeit im Tourismus - Wegweiser durch den Labeldschungel"

 

Eine neue Broschüre informiert über Nachhaltigkeits-Gütesiegel für Reiseangebote.

Sie kann als PDF bezogen werden.

Auf 21 Seiten gibt sie Auskunft und Tipps zum Thema nachhaltiges Reisen. Die Autoren haben zahlreiche deutsche und internationale Nachhaltigkeitssiegel aus dem Tourismusbereich mitenander verglichen und eine gut lesbare Übersicht erstellt.

 

hier geht's zur Broschüre

Forschungsbörse: Tausche Lehrer gegen Professor

Das Klima schonen, Ressourcen sparen, die Artenvielfalt erhalten. Diese Themen spielen auch im Schulunterricht eine immer wichtigere Rolle. Schüler können ab sofort direkt von Wissenschaftlern im Klassenzimmer lernen, was Nachhaltigkeit bedeutet.