Im September 2016 startete das Netzwerk Zukunft Sachsen-Anhalt e.V. als koordinierende Organisation mit Partnern aus den Niederlanden, Österreich, Polen und Deutschland ein zweijähriges EU-Projekt mit dem Titel "SIGNAL - Soziale Innovationen gemeinwohlorientierter nachhaltiger Landnutzung". Im Mittelpunkt stehen gemeinwohlorientierte und nachhaltige Ansätze regionalen Wirtschaftens. Es geht um Austausch und eine Vernetzung neuer Ansätze regionaler Kooperationen und sozialer Innovationen, die sich insbesondere um das Thema Ernährung, im weiteren Sinne um die Themen regionale Kreisläufe, regionale Vermarktung und regionale Versorgung gebildet haben und noch bilden. Beispiele sind Mietgärten und -äcker, Schulgartenprojekte, Solidarische Landwirtschaft, Food Assembly, Fonds zur Finanzierung von Bio-Ackerböden etc.. Sie sind eine Antwort auf den zunehmenden Wachstumsdruck sowie das Bedürfnis der Verbraucher, die die Herstellung und Verteilung der Lebensmittel nicht mehr nachvollziehen können, auf mehr Regionalität in der Produktion. Diese neuen Kooperationsansätze thematisieren zum einen stärker als bisher Kooperationen von Stadt und Land sowie von Produzenten und Konsumenten und zeigen zum anderen die Möglichkeiten einer höheren Widerstandsfähigkeit der Regionen auf. Das länderübergreifende Wissen über die gegenwärtig an vielen Orten entstehenden, vielfach von bürgerschaftlichem Engagement getragenen, gemeinwohlorientierten Ansätze von regionaler Produktion und Vermarktung soll mit dem Projekt SIGNAL gefördert und für die unterschiedlichen Regionen der Partnerländer fruchtbar gemacht werden.

Weitere Informationen auf der Projektwebseite.

Das Netzwerk Zukunft Sachsen-Anhalt e.V. war Partner im EU-Projekt "Bleibeperspektiven in Europa": Viele ländliche Regionen in Europa stehen vor denselben Problemen: Arbeitslosigkeit, abnehmende Bevölkerung und Verschlechterung der Infrastruktur. Menschen verlassen die Regionen weil Arbeitsplätze fehlen und die Lebensqualität sinkt, was wiederum den Verlust weiterer Angebote nach sich zieht. Um diesem Phänomen entgegenzuwirken, haben Regionen, bspw. gemeinsam mit Regierungen, Bildungseinrichtungen und Kirchen, (Lern-)strategien entwickelt.

Im Laufe des Projektes haben sich sechs Partner aus fünf verschiedenen Ländern  besucht, wechselseitig Strategien kennengelernt und diese miteinander in Workshops und bei Exkursionen in den Regionen diskutiert. Die Partnerschaft war sektorübergreifend und bestand aus Bildungseinrichtungen, Unternehmen, kommunalen Vertretern und Vereinen. Beteiligt waren Partner aus Finnland, Polen, Österreich, den Niederlanden und Deutschland.
Das Hauptergebnis der Partnerschaft ist ein internationales Curriculum „Integrative und multidimensionale Gemeinde(neu)entwicklung“, das bereits an der SPES-Akademie getestet wurde. Das Curriculum dient dazu, Angehörige von kommunalen Verwaltungen, Vereinen und Initiativen einen Einblick in internationale Ansätze und Projektbeispiele zu geben und verschiedene Dimensionen von Halte- und Bleibefaktoren zusammenzuführen. Es soll dabei unterstützen, Ideen weiterzuentwickeln, wie Menschen in den/die ländlichen Regionen bleiben, in sie kommen oder zurückzukehren können.

Weitere Informationen auf der Projektwebseite www.eurobiep.com.

Über das EU-Bildungsprogramm Grundtvig unterstützt die Europäische Kommission Bildungs- und Lernangebote in Europa mit dem Ziel, die allgemeine Erwachsenenbildung in Europa voranzubringen. Es ermöglicht die europäische Zusammenarbeit, Begegnungen und den Austausch von Menschen. Die Grundtvig Lernpartnerschaft „Cordera“ startete im August 2012 und läuft bis Juni 2014. Es arbeiten acht Partner aus sechs Ländern zusammen, deutsche Projektpartner sind das Netzwerk Zukunft Sachsen-Anhalt und der Bundesverband der Regionalbewegung.
Das Ziel der Lernpartnerschaft ist die Initiierung eines europäischen Tages der Regionen (DotR) und der Austausch zwischen den Aktiven in verschiedenen europäischen Ländern.

In dem Bildungsprojekt zur Stärkung und Entwicklung ländlicher Regionen wird es einen laufenden internationalen Austausch der Projekt-Partner in Form gegenseitiger Besuche, einer Internetplattform sowie einer regelmäßigen Kommunikation geben.

Beteiligte Länder:

  • Niederlande (Stichting Dag van de Regio/ Leader Action Group Hoogeland)
  • Deutschland (Bundesverband der Regionalbewegung e.V./ Netzwerk
  • Zukunft Sachsen-Anhalt e.V.)
  • Schottland (Dumfries and Galloway LEADER Programme)
  • Finnland (Länsi-Saimaan kehittämisyhdistys ry)
  • Polen (Stowarzyszenie "Dla Dawnych Odmian i Ras")
  • Österreich (SPES GmbH)

Mehr Informationen