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Zukunftsküche - Gut essen in Tangerhütte

Das Thema Essen bringt Menschen zusammen. Ob in Schulen oder Kitas, im Seniorenheim oder am eigenen Esstisch, auf dem Acker oder im Supermarkt – Ernährung geht jede und jeden an. Ernährung beeinflusst die Gesundheit und prägt die Landschaften. Wie können wir gutes Essen für alle zugänglich machen und zugleich die Region stärken?  

Mit dem Projekt „Zukunftsküche – Gut essen in Tangerhütte“ wollen wir gemeinsam mit den Menschen in der Region sichtbar machen, was es bereits Gutes gibt, wollen Ideen entwickeln, voneinander lernen und Neues auf den Weg bringen. 

Rege Diskussionen und neue Perspektiven beim Zukunftstag

„Was haben Sie gedacht, als Sie das Einladungsschreiben bekommen haben?“. Mit dieser Frage begann der Zukunftstag der Einheitsgemeinde Tangerhütte, bei dem 21 Einwohnerinnen und Einwohner diskutierten, wie sich die regionale Ernährung verbessern lässt. Bald kristallisierten sich drei für die Teilnehmenden wichtige Themenblöcke heraus: das Essen in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kita, Grundschule und Altersheimen, der Zugang zu regionalen Produkten etwa über einen Wochenmarkt und die notwendige Bildung rund um Essen, Gesundheit und Lebensmittelverschwendung. Beispielsweise funktioniere ein Wochenmarkt in Tangermünde, warum soll das nicht auch in Tangerhütte klappen?

Zur Veranstaltung kamen zuvor ausgeloste Bürgerinnen und Bürger, die durch die Berliner Initiative „Es geht LOS“ als Teil des Projektes „Zukunftsküche - gut essen in Tangerhütte“ gewonnen worden waren. Neben einem Wochenmarkt wurden weitere Vorschläge gesammelt und diskutiert: Gemeinschaftsgärten, Tauschbörsen für Obst und Gemüse, die Kennzeichnung privater Obstbäume mit Ernteerlaubnis, Foodsharing und Lebensmittelretten auch für Supermärkte sowie mehr regionale Produkte in Kita- und Schulküchen. Auch Aktionen wie gemeinsames Kochen in der Nachbarschaft oder in Dorfgemeinschaftshäusern, aber auch Bildungsangebote für Kinder wurden angeregt. U. a. bedauerten Teilnehmende, dass es kaum Möglichkeiten für Senioren gibt, gemeinsam zu essen. Bürgermeister Andreas Brohm, der zur Diskussionsrunde eingeladen war, hob hervor, dass die Verwaltung Ideen gerne unterstütze, die Initiative jedoch aus der Bürgerschaft kommen müsse.

Bei einer Abschlussrunde zeigte sich, dass der Zukunftstag von vielen Teilnehmenden als kurzweilig empfunden wurde und sie es durchaus wertschätzten, Menschen zu begegnen, mit denen sie sonst nicht ins Gespräch kommen. Für viele war es interessant, neue Meinungen kennenzulernen - nach Ansicht mancher ein Ansatz, der auch für viele andere Themen in der Einheitsgemeinde sinnvoll wäre. 

Als Nächstes bildet ein Kochabend im Dorfgemeinschaftshaus Windberge, angeleitet vom Meisterkoch Rudolf Sasse, den Auftakt zu einer Reihe, bei der regionale Lebensmittel vorgestellt und verschiedene Zubereitungsarten vermittelt werden.

Teilnehmer präsentiert Ergebnisse
Diskussion der Ideen
Foto: David Reinecke